Leandra Overmann
Leandra Overmann, Sopran/Alt, geboren in Belgrad. Studium bei ihrer Mutter, der Sängerin Djurdjevka Cakarevic, sowie am Conservatorio Santa Cecilia in Rom. Overmanns Karriere begann in Westeuropa in Detmold. Hier sang sie ein breit gefächertes Repertoire der kleineren und mittleren Partien von Sopran bis Alt. Danach für einige Zeit Mitglied des Opernchors in Basel. Mit ihrem Schritt in die Solokarriere war Overmann Vertreterin des dramatischen Mezzosopranfachs. Mit Partien wie Azucena (Il trovatore), Eboli (Don Carlos), Amneris (Aida), Mrs. Quickly (Falstaff), Kundry (Parsifal) und Santuzza (Cavalleria rusticana) gastierte sie an zahlreichen Opernhäusern Deutschlands und Europas wie u.a. München, Dresden, Hamburg, Madrid, Valencia, Barcelona und am Teatro alla Scala di Milano. Neben ihren zahlreichen Bühnenauftritten war Leandra Overmann seit 2002 als Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Würzburg tätig. Von 2006 bis 2010 Ensemblemitglied an der Oper Stuttgart, als solches in Janáčeks Jenůfa als Küsterin gefeiert. Außerdem sang sie in Stuttgart in der Uraufführung der zeitoper VI – Paulinenbrücke, die Hexe (Hänsel und Gretel), Klytämnestra (Elektra), Kabanicha (Katja Kabanova) sowie 2011 in Jean Cocteaus Ein-Personen-Stück Die menschliche Stimme. Leandra Overmann hätte 2011/12 in Stuttgart erneut Kabanicha singen sollen. Im April 2012 ist sie nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.