Der Tagesspiegel
Grandios, wie der Katalane in seiner Inszenierung zwischen Lächerlichkeit und Verzweiflung die Balance hält.
Badische Neueste Nachrichten
Bieito mischt Religion und Ersatzreligionen, haltlose Brutalität und Gewalt, Missbrauch und Masochismus, Blut, Mord und Hysterie, Heiliges und Kitsch derart düster, beklemmend und mutig zu einer Neudeutung des Parsifal, dass die Neuinszenierung des Bühnenweihfestspiels zu einem nur durch wenig Buhs gebremsten Erfolg geriet. (...) Manfred Honeck lockt hier alle impressionistische Duftigkeit und Subtilität aus der Musik, die mit zarter Transparenz zelebriert, über der die Sänger wie auf einem Teppich schreiten.
Süddeutsche Zeitung
Musik und Bild, Handlung und Charaktere verschmolzen auf ganz wunderbare Weise. Selten erlebt man die Opernstory so klar erzählt, so deutlich klanguntermalt, so direkt und doch nie plump anklagend herausgesungen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bieito erzählt die alte Erlösungsgeschichte so atemberaubend dramatisch wie einen Science-Fiction-Thriller.
Neue Zürcher Zeitung
Das alles schockiert, doch noch schockierender ist die staunenswerte Einheit, die Bieito und Wagner atmosphärisch eingehen: Wagners Musik wirkt dunkler, umdüsterter, unheimlicher, die Solisten glänzen darstellerisch und leisten stimmlich Beachtliches – vor allem die warm-dunkle Christiane Iven und der strahlend-klare Andrew Richards.
Die Zeit
Honeck zieht am Pult des hervorragenden Stuttgarter Staatsorchesters die dramatische Zuspitzung sakraler Feierlichkeit vor, er lässt die Klänge machtvoll aufwallen und zieht sich gleichwohl in den lyrischen Passagen auf einen suggestiv sinnierenden Tonfall zurück. Souverän disponiert er die Tempi, seine Parsifal-Deutung kennt nicht nur Opferklage, sonder auch bedrohliches Tätergrollen.
Südwestpresse
Die Erwartungen wurden übertroffen: Calixto Bieito hat dem „Parsifal" in Stuttgart kraftvoll und bilderreich das Pseudo-Heilige ausgetrieben, Richard Wagners Musik hat davon nur profitiert – ein Opernereignis.
Stuttgarter Zeitung
Im „Parsifal" haben Manfred Honeck und sein Staatsorchester in Hochform ihr Stück gefunden. Aus einem gleichmäßigen Puls entwickelt Honeck die Bewegung, die Blechbläser hat man lange nicht mehr so weich verbunden singen hören – eine überwältigende orchestrale Leistung aller Gruppen, die entsprechend gefeiert wurde.
Stuttgarter Nachrichten
Der Staatsopernchor ist wieder einmal grandios. (...) Und die Sänger – auch Ensemblemitglieder wie Heinz Göhrig, Mark Munkittrick, Yuko Kakuta, Torsten Hofmann, Hans Kittelmann, Tina Hörhold oder Michaela Schneider in kleineren Partien – mussten nicht schreien, sondern konnten ihre Qualitäten zeigen.