Sergio Morabito, geboren in Frankfurt/Main, übernahm bereits während des Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen Regie- und Dramaturgie-Assistenzen an der Oper Frankfurt. An der Oper Stuttgart inszenierte er mit Jossi Wieler u.a. La clemenza di Tito, Don Carlo, Norma, Moses und Aron, La Juive sowie Katja Kabanova. Ihre Inszenierung von Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen 2001 wurde zur „Aufführung des Jahres“ gekürt. In San Francisco und Stuttgart inszenierten sie Doktor Faust, die 2005 als „Aufführung des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Ihre Stuttgarter Alceste erhielt diese Auszeichnung 2006. Im Sommer 2005 leitete Sergio Morabito eine Neueinstudierung der Stuttgarter Norma mit dem Ensemble der Novaya Opera in Moskau. Die für die Staatsoper Hannover erarbeitete Debussy-Oper Pelléas et Mélisande gastierte bei den Wiener Festwochen und beim Edinburgh International Festival und wurde ins Repertoire der Oper Stuttgart übernommen. Wieler und Morabito wurden 2002 zum „Regieteam des Jahres“ gewählt und erhielten 2006 den erstmalig vergebenen Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Beste Opernregie“ für die Inszenierung von Busonis Doktor Faust. Morabito publizierte zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften, Sammelbänden und Programmheften, lehrte an theater- und literaturwissenschaftlichen Studiengängen der Universitäten Frankfurt, Leipzig und Stuttgart und ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Seit 2011/12 ist er Chefdramaturg im neuen Leitungsteam der Oper Stuttgart. Zusammen mit Jossi Wieler wird er in den Neuproduktionen von Bellinis
Nachtwandlerin und des Schönberg/Janáček-Doppelabends
Die glückliche Hand/Schicksal (Osud) Regie führen.