Informationen zur Platzauswahl

Bestplatzbuchung
Bei der Bestplatzbuchung entscheiden Sie sich für eine Platzkategorie und wählen die Anzahl der gewünschten Eintrittskarten aus. Innerhalb der gewählten Kategorie findet eine automatische Vergabe der Plätze statt, Sie erhalten die besten verfügbaren Plätze. Nummerierte Sitzplätze befinden sich in der Regel nebeneinander. Sollte an Ihrem Rechner Probleme mit Java auftreten, so erfolgt automatisch die Bestplatzbuchung.

Saalplanbuchung
Bei der Saalplanbuchung wählen Sie Ihre Plätze persönlich und sitzplatzgenau im grafischen Saalplan aus. Starten Sie die Saalplanbuchung und entscheiden Sie sich für einen Bereich. Dort können Sie die Plätze per Mausklick auswählen. Bei einigen Veranstaltungen wird die Saalplanbuchung nicht angeboten.

Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrer Eintrittskarte entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können. In der Regel handelt es sich dabei um Sitzplätze, in einigen Fällen stehen Ihnen jedoch auch Stehplätze zur Verfügung.

Sitz- oder Stehplatz je nach Verfügbarkeit
In der so bezeichneten Preiskategorie werden überwiegend (jedoch nicht garantiert) Sitzplätze angeboten. Unter Umständen werden auch Stehplatzkarten zum gleichen Preis zugeschickt. Ein bestimmter Wunsch bezüglich Steh- oder Sitzplatz kann in diesem Zusammenhang leider nicht erfüllt werden. Ein späterer Umtausch der gelieferten Eintrittskarten ist nicht möglich.

Sichteinschränkungen/Übertitel
Auf Grund von baulichen Gegebenheiten oder auch inszenierungsbedingt sind Einschränkungen der Sicht (auch auf die Übertitel, die in zahlreichen Vorstellungen angeboten werden) von bestimmten Plätzen möglich. Bitte erkundigen Sie sich nach eventuellen Beeinträchtigungen unter 0711. 20 20 90 (Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).
Nicht mehr zustellbar
bedeutet, dass die Veranstaltung zeitnah stattfindet und eine Lieferung der Eintittskarten nicht mehr möglich ist. Bitte wählen Sie als Alternative ‚Abholung der Eintrittskarten‘.

Nur 1 Eintrittskarte auswählbar / Einzelsitzplatz
über die Bestplatzbuchung können nur noch einzelne Plätze (keine zusammenhängende Plätze) in der entsprechenden Kategorie gebucht werden. Einzelsitzplätze sind vereinzelte Restplätze. Auch wenn eine größere Anzahl verfügbar ist, sind diese Plätze nicht zusammenhängend. Möglicherweise stehen über die Saalplanbuchung noch zusammenhängende Plätze zur Verfügung.

Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Informationen zum Online-Verkauf

Die Kartenbestellung im Saalplan basiert auf der Software Java. Aktuell wird die Ausführung dieser Software durch den Browserhersteller (z.B. Mozilla Firefox) auf Ihrem PC möglicherweise blockiert (Sie sollten daher immer die neueste Java-/Browser-Version installiert haben).

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
Im Buchungsverlauf werden Ihnen Informationen zur Platzauswahl angezeigt.
Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine der Staatstheater Stuttgart können als Zahlungsmittel für den Kauf von Eintrittskarten, Abonnements und Merchandisingartikeln der Staatstheater Stuttgart verwendet werden.
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und können bis auf Widerruf ohne zeitliche Begrenzung eingelöst werden. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle Restguthaben werden wieder als Geschenkgutschein ausgegeben.
Beim Online-Kauf ist das Einlösen von Geschenkgutscheinen derzeit nicht möglich. Bitte nutzen Sie dazu unsere alternativen Vertriebswege.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
Mit Kreditkartenzahlung (VISA, Master, AMEX) oder per Bankeinzug/SEPA-Lastschriftverfahren (Nicht bei Neukunden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den telefonischen Kartenservice [0711. 20 20 90] ).
Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Johannes Harneit

Alice im Wunderland

18:00 - 20:45 Uhr Kammertheater

6. Kammerkonzert

Unbekannte Romantik
19:30 Uhr Liederhalle (Mozartsaal)
Informationen
Opernhaus
Premiere
25. Oktober 2014

Koproduktion mit La Monnaie/De Munt (Brüssel) und der Staatsoper Berlin
Dauer
1 Std. 30 Min. (ohne Pause)
Besetzung
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Musikalische Leitung: Franck Ollu, Regie: Andrea Breth, Bühne: Martin Zehetgruber, Kostüme: Eva Dessecker, Licht: Alexander Koppelmann, Dramaturgie: Sergio Morabito

Lenz: Georg Nigl, Oberlin: Henry Waddington, Kaufmann: John Graham-Hall, Sopran 1: Irma Mihelic, Sopran 2: Olga Heikkilä, Alt 1: Sabrina Kögel, Alt 1 (7. Bild): Karin Torbjörnsdóttir, Alt 2: Stine Marie Fischer, Bass 1: Dominic Große, Bass 2: Eric Ander, Akrobat und Double Jakob Lenz: Martin Bukovsek, Mit: Staatsorchester Stuttgart

Jakob Lenz

von Wolfgang Rihm

FAUST-PREIS

Gratulation an Andrea Breth, die am 14. November 2015 den FAUST-Preis in der Kategorie ‚Regie Musiktheater‘ für ihre Inszenierung von „Jakob Lenz“ von Wolfgang Rihm erhalten hat.

AUFFÜHRUNG DES JAHRES

Die Inszenierung „Jakob Lenz“ wurde 2015 im Zuge der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt als Aufführung des Jahres ausgezeichnet.

#BLOG JAKOB LENZ

Die Tage bis zur ersten Premiere der Spielzeit 2014/15 begleiten Dramaturgie und Kommunikationsabteilung wieder im Blog der Oper Stuttgart auf operstuttgart.wordpress.com

ZUM STÜCK

Jakob Lenz - ein Klassiker der Moderne

Büchners bestürzende Novelle in der Vertonung von Wolfgang Rihm


1978 wagt der junge Wolfgang Rihm einen expressiven Aufbruch, der mit den damals verbindlichen Spielregeln der postseriellen Avantgarde bricht. Er wagt ihn im Zeichen des Sturm und Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792), der seinerzeit gegen das erstarrte literarische Regelwerk des Klassizismus angeschrieben hatte. Das Libretto von Rihms Oper verwebt lyrische Fragmente des Dichters im Rahmen einer Szenenfolge, die den Aufenthalt des suizidgefährdeten Lenz bei dem Sozialreformer und Pfarrer Johann Friedrich Oberlin im Steintal der Vogesen reflektiert, wohin Lenz von dem Literaten Christoph Kaufmann vermittelt worden war. Oberlins Aufzeichnungen über diesen Aufenthalt, bei dem es Oberlin und Kaufmann nicht gelingt, Lenz‘ Isolation zu durchbrechen und einen Ausbruch seiner Schizophrenie-Erkrankung zu verhindern, hatten bereits Georg Büchner als Grundlage seiner berühmten Lenz-Novelle gedient.

In der für drei Protagonisten, sechsstimmiges Vokalensemble und Kammerorchester komponierten Oper lotet Rihm in einem visionären musikalischen Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichsten musikalischen Stile und Reminiszenzen überlagern, die Ängste und Ekstasen eines Traumatisierten aus, den der Tod eines kleinen Mädchens, das er nicht wieder zum Leben erwecken kann, in Verzweiflung stürzt. Seit der Uraufführung ist Jakob Lenz eine der am häufigsten gespielten zeitgenössischen Opern.



Öffentliche Probe
  • Samstag, 11. Oktober 2014, 9.45-11.30 Uhr 

Der Eintritt zur öffentlichen Probe ist frei. Kostenlose Platzkarten (für Parkett und I.Rang) sind ab Samstag, den 27.09.2014 an der Theaterkasse (Theaterpassage) oder unmittelbar vor der öffentlichen Probe an der Veranstaltungskasse im Opernhaus erhältlich.


Einführungsmatinee
  • Sonntag, 19. Oktober 2014, 11 Uhr
Weitere Infos und Karten

NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Donnerstag, 30. Oktober 2014
  • Samstag, 8. November 2014
  • Freitag, 21. November 2014

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

INTERVIEWS

Bildergalerie
PRESSESTIMMEN
Süddeutsche Zeitung, 27.10.2014
Über Georg Nigl:
 „Noch nie wurden die Abgründe in Wolfgang Rihms Musik tiefer ausgelotet: Georg Nigl singt den „Jakob Lenz“ in Stuttgart – ein Geniestreich.“

„Georg Nigl gibt, es ist sensationell wie überwältigend, den Schriftsteller Lenz als einen körperlich wie seelisch zerbrechenden Schmerzensmann. Fast nackt, oft nur in der Unterhose, krümmt er sich in immer wieder neuen, expressiv verrenkten Posen, treibt seine Stimme ins klirrende Falsett, dann wieder ins beschwörende, intensivste Baritonpathos. Mal zerreißt er die Phrasen, mal singt er sie wie Schubert-Lieder. Dann erstickt er Schreie, verhaspelt seine Wut. Das Nichts, das den Dichter immer ausschließlicher erfüllt, wird hör-, sicht- und greifbar. Nigl liefert in nur 75 expressionistisch verdichteten Minuten, in dreizehn sich verdüsternden Kreuzwegstationen das Psychogramm eines Zusammenbruchs, dem die Hörer gebannt folgen. Langer, intensiver Beifall.“

„Georg Nigl […] ist tiefer in diese beängstigenden Abgründe vorgedrungen als je ein Sänger vor ihm. Ein Geniestrich.“

Über Aufführung, Regie und Bühne:
„[…] eine […] fürs Publikum bis an die Schmerzgrenze gehende[…], aufwühlende[…] Menschenstudie, bei der ein grandioses Team dem Meistersänger Nigl zuarbeitet: die kompromisslose Regisseurin Andrea Breth und der unablässig neue und beängstigende Bühnenbilder ersinnende Martin Zehetgruber an erster Stelle.“

„Der Abend führt mit seltener Intensität den Opernbesucher in die Grenzbereiche der eigenen Existenz. Er macht ihm deutlich, über wie wenig Schutz er verfügt gegen das Fremde, Andere und ihn vernichtend Überwölbende. Rihm, der immer milde Vergnügte und Freundliche, meint es mit seinem Komponieren eben existenziell. Er ist durch und durch Expressionist, der vermittels seiner Stücke menschliche Urängste herausschleudert wie ein unablässig tätiger Vulkan. Aber so gut wie nie werden diese Urängste so erschreckend offensichtlich wie jetzt in Stuttgart.“

Über die elf Musiker, angeleitet von Franck Ollu:
„Sie schlagen Katarakte und Abysmen in die Seele der Protagonisten, aber entdecken auch Flirrendes, Untergründiges und Zartes. Die tollkühne Reduktion auf zwei Celli, fünf Bläser, Schlagzeug und Cembalo ermöglicht überhaupt erst die minutiöse Autopsie eines radikalen Künstlerdaseins, das in der bürgerlichen Gesellschaft nicht lebbar war und es auch heute nicht ist. In Stuttgart haben alle Beteiligten viel und Schmerzliches zu diesem Thema zu sagen. Dass dabei nichts Wehleidiges oder Weinerliches herauskommt, gehört zu den Stärken dieses exorbitanten Abends.“
„Ohne Schutz“ von Reinhard J. Brembeck

Deutschlandfunk, 27.10.2014
Manchmal braucht es keine großen Worte. Dieser Stuttgarter Opernabend ist einfach perfekt. Brillant dirigiert und gesungen, intensiv inszeniert und vom Publikum derart frenetisch bejubelt, als ob selbiges gerade eine Silvestervorstellung der "Fledermaus" erlebt hätte.
"Dunkelkammer ohne Hoffnung auf Erlösung" von Jörn Florian Fuchs
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2014
Über die Aufführung:
 „Ein grandioser „Wahnsinn auf Rossen“: Wolfgang Rihms vielgespielte Oper „Jakob Lenz“ wurde nun in Stuttgart von Andrea Breth in bezwingende, albtraumschöne Bilder gefasst.“

Über Georg Nigl:
 „Sein Lenz ist, wie man heute so sagt, großes Kino, die Intensität der Darbietung springt uns an, verschlingt uns. Vom Brüllen bis zum Flüstern, vom höchsten Falsett bis zu satter  Tiefenschwärze, vom lyrischen Arioso bis zu weit ausgreifend gestelzten Intervallsprüngen reichen die Anforderungen an  den Sänger der Titelpartie.“

Über die Regie:
„Für jede Lenzsche  Befindlichkeit, jede musikalische Wendung findet Breth die richtige Chiffre. Das ist Werktreue auf neuem Niveau.“
„Die auf dem Kopf gehen“ von Eleonore Büning


Stuttgarter Zeitung, 27.10.2014
Über die Regie:
„Andrea Breth blickt in der Stuttgarter Oper mit ihrer grandiosen Inszenierung von Wolfgang Rihms Kammermusikstück Jakob Lenz in die Abgründe des Menschseins."

Über die Aufführung:
 „Ein Abend, der dem Zuschauer einen Punch versetzt, den er Stunden, Tage spüren wird.“

Über die Bühnentechnik:
„Ein Meisterstück der Technik, die das Szenenbild zum zweiten Protagonisten macht […].“

Über Georg Nigl:
 „Georg Nigl ist dieser Lenz mit heller Haut und wilden Haaren, ein Gekreuzigter, ein Nietzsche aus dem Schattenreich, er ist das Körperzeichen seiner inneren Unverfasstheit.“

„Es gibt nur einen Weg aus diesem Leibgefängnis, es ist der gesungene Schrei, der schreiende Gesang. Und manchmal das Flüstern. Diese Rolle hat in Nigl ihren Vollender gefunden.“
„Die entsetzliche Stille“ von Götz Thieme
BR Klassik, 27.10.2014
Über die Aufführung:
 „Die Premiere am Samstag war dennoch eine Offenbarung und das Publikum schier begeistert. So intensiv, so aufwändig bebildert, so beklemmend war das wohl noch nirgendwo zu erleben.“
„Ein Ausnahmeabend an der Stuttgarter Staatsoper.“

„Das Publikum war von der ersten Minute an gebannt.“

Über Georg Nigl, Henry Waddington und John Graham-Hall:
„Georg Nigl singt und spielt diesen Lenz mit einer Wucht und einer Präsenz, wie sie selten zu erleben sind. Henry Waddington als Oberlin und John Graham-Hall als Kaufmann können jederzeit mithalten. Ein grandioses Trio, das eindrucksvoll vorführt, was Musiktheater zu leisten vermag. Komponist Wolfgang Rihm nannte seine Kammermusik mal „extrem“. Tatsächlich ist sie wahrhaftig, authentisch, ungemein vielschichtig, und das machten Dirigent Franck Ollu und das Staatsorchester Stuttgart vorbildlich deutlich. Der große Jubel war völlig berechtigt.“
„Ein Ausnahmeabend an der Stuttgarter Staatsoper“ von Peter Jungblut
Stuttgarter Nachrichten, 27.10.2014
Über die Aufführung:
 „Die wohl erfolgreichste Oper aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist am Samstag im Opernhaus so ausgiebig bejubelt worden wie schon lang keine Premiere mehr – ein Verdienst von Andrea Breths Regie, von Martin Zehetgrubers Bühne und von exzellenten Sängern und Musikern.“

Über die Komposition:
„Diese Musik zählt mit zum Besten und Eigensten, was Deutschlands seit Jahrzehnten erfolgreichster und wohl auch produktivster Komponist je geschrieben hat.“
„Die Welt, ein Wahn“ von Susanne Benda
Badische Neueste Nachrichten, 27.10.2014
Über Georg Nigl:
„Rihms Lenz ringt mit Atemlosigkeit, spricht mit erstickter Stimme, Worte bleiben ihm im Hals stecken, die Stimme überschlägt sich im Wahn, schnappt ins Falsett über. Einer der besten Interpreten dieser Rolle ist derzeit wohl der Bariton Georg Nigl aus Österreich.“

Über Georg Nigl, Henry Waddington und John Graham-Hall:
„[…] faszinierend, wie Nigl, der im nächsten Sommer am Festspielhaus Baden-Baden als Orfeo in Sasha Waltz´ Tanzinszenierung zu erleben sein wird, in oft nur einer Phrase zwischen Sprechen und Singen, Flüstern, Lachen, Schreien, Atmen und Würgen wechselt. In seinem auch schauspielerisch großartigen Auftritt sind ihm Henry Waddington als Oberlin mit grollend dunklem Bass und John Graham-Hall als Kaufmann mit fast verhasstem Beben in der Stimme ebenbürtige Partner.“

Über die Aufführung:
„Das alles ist so sehens- und hörenswert, dass man jedem Karlsruher, der Rihms Musiktheater bei den Europäischen Kulturtagen 2012 kaum beschnuppern konnte, zur Fahrt nach Stuttgart dringend raten muss. Ausdrücklich auch Jugendlichen, denen hiermit das Urteil einer Altersgenossin unter den Premierengästen, zu denen auch Wolfgang Rihm zählte, weitergetragen sei: „Krass!““
„Ein Mann im freien Fall“ von Isabel Steppeler
Canstatter Zeitung, 27.10.2014
Über Regie und Bühne:
„Regisseurin Breth und Bühnenbildner Martin Zehetgruber finden die triftigsten und bezwingendsten Szenografien für den Fall des Jakob Lenz, der sich am Anfang wortwörtlich ereignet: als Höllensturz vom Schnurböden herab.“

Über Georg Nigl:
„Wie aber der Bariton Georg Nigl als Lenz diesen Weg singt und spielt, ist eine Sensation: enorm wandlungsfähig in der stimmlichen Registrierung von sonorem Melos bis zu geschärftem Falsett, hoch präsent in sämtlichen Anforderungen der Monsterpartie, dabei von einer Expressivität, die mit seismografisch feiner Empfindung das Psychogramm berührend lebendig werden lässt.“
„Der Leidensmann des Ich“ von Martin Mezger
Ludwigsburger Kreiszeitung, 27.10.2014
Über die Aufführung:
„Jakob Lenz ist eine Aufführung, die unter die Haut geht.“

Über den Komponisten, den Dirigenten und die Musiker des Staatsorchesters:
„Jede Szene ist von Wolfgang Rihm mit ungeheurer Wucht gestaltet und von Franck Ollu mit den Musikern des Staatsorchesters bewundernswert plastisch herausgearbeitet.“
„Ungeheuer packendes Musiktheater“ von Dietholf Zerweck
Schwäbisches Tagblatt, 27.10.2014
Über die Musiker des Staatsorchesters:
„Faszinierend, wie das nur elfköpfige Staatsorchester, angeführt von drei Celli, unter Franck Ollu den Raum ausfüllt.“

Über den Komponisten:
„Diese Kammeroper ist ein Hörerlebnis – allein schon wie Rihm zitiert, etwa mit dem protestantischen Choral seinen Lenz geradezu von der Hölle retten will.“

Über den Dirigenten, die Musiker, das Vokalensemble und Georg Nigl:
„Ollu und seinen Musikern und dem Vokalensemble […] gelingt ein feinnerviges Klangbild. Und mittendrin der phänomenale Georg Nigl, der den Lenz eben nicht nur singt, sondern einen Menschen darstellt, dem man erschütternd in die entblößte Seele schauen kann. „Alles verzehrt sich in mir selbst.“ Nigl zeigt das in einer musikalischen Operation am offenen Herz.“
„Der gequälte Mensch“ von Jürgen Kanold

VIDEO ZUR INSZENIERUNG


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© Werksbild / Norbert Goldhammer