Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2011
"Was leicht wie eine unerträgliche Banalisierung oder gar Karikatur der bekannten Handlung wirken könnte, gewinnt in Stuttgart eine erstaunliche Dringlichkeit und Relevanz. Das liegt nicht nur an dem Bilderstrom, den der Ausstatter Christian Wiehle in atemberaubenden Verwandlungen über den Zuschauern hereinbrechen lässt; es liegt vor allem an der Intensität, mit der die schauspielerfahrene Regisseurin die Sänger führt und glaubhafte, nie opernhaft überzeichnete Charaktere schafft."
Basler Zeitung, 01.11.2011
"(...) eine Inszenierung, die voller brillanter Ideen steckt, in der Personenführung äußerst detailliert ist und dennoch nie die Willkür und Beliebigkeit der Bildfindungen aufweist, von der moderne Inszenierungen bisweilen geprägt sind."
Reutlinger Generalanzeiger, 02.11.2011
"Musikalisch ist die Stuttgarter Neuinszenierung ein großer Wurf. Unter Leitung von Kwamé Ryan wird teilweise wie Breitwand-Filmmusik stimmungsmalende und dramatisch auftrumpfende, vielfarbige Musik mitreißend dargeboten."
DIE ZEIT, 03.11.2011
"Pavel Cernoch ist ein stimmlich wie szenisch wunderbar präsenter junger Tenor, am Charakter mehr interessiert als am Wohlklang, den er gleichwohl zu bieten hat."
Süddeutsche Zeitung, 04.11.2011
"Pavel Cernoch gibt den Faust als jungen Everyman:ehrgeizig, von einer unergründlichen Unruhe getrieben, unzufrieden mit der Gesellschaft und ihren Institutionen. Erstaunlich Cernochs Selbstsicherheit, seine Ruhe, seine Selbstverständlichkeit. Nie aufgeregt, gleicht er Spiel mit Gesang ab: musikalisch wie szenisch erfüllt, leicht elegant, auch voller Weltschmerz."
Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2011
"Die Idylle zwischen Faust und Gretchen entfaltetsich aufs Schönste, weil Pavel Cernoch seinen weichen Tenor mühelos in die französischen Höhen treibt und Maria Riccarda Wesseling ihren kernigen, tragenden Sopran prächtig zur Geltung bringt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2011
"Maria Riccarda Wesseling gelingt ein berührendes Porträt der Marguerite, die sich hier zu ihrer großen Romanze „D’amour l’ardente flamme“ aus den Krallen des Teufels löst und zur tragisch liebenden Frau wird."
Basler Zeitung, 01.11.2011
"Eine Glanzbesetzung ist der britische Bassbariton Robert Hayward, der dem Mephisto alle nur denkbare Präsenz verleiht und damit das Vorurteil widerlegt, gute Sänger müssten langweilige Rampensteher sein."
Fränkische Nachrichten, 02.11.2011
"Der Staatsopernchor, diesmal mit Kinderchor, war wieder über jede Kritik erhaben."
Vorarlberger Nachrichten, 10.11.2011
"Eine starke Auseinandersetzung mit der Geschichte."