ERSTER AUFZUG
Nr.1 (Introduktion): Ein Boot voller Männer ist in einer "stählernen" Bucht gestrandet. Ihr Anführer, Donald, schickt seine erschöpften Männer zur Ruhe. Der Steuermann soll die Leute unterhalten. Sein Lied erschreckt die Männer. Sie sinken erschöpft zu Boden. Ein Einzelner bleibt wach, es ist der Holländer.
Nr. 2 (Arie): Der Holländer berichtet von seinem rastlosen Leben: Er ist zur Qual ewigen Umherirrens verdammt und sehnt sich nach dem Tod.
Nr. 3 (Szene, Duett und Chor): Donald stellt den Fremden zur Rede. Nur zögernd gibt der Holländer Antwort: Er ist unzählige Jahre umhergeirrt, immer auf der Suche nach Heimat. Geld und Besitz bedeuten ihm nichts mehr. Als er erfährt, dass Donald eine Tochter hat, begehrt er sie zur Frau und bietet ihm einen Tauschhandel an. Donald willigt ein, denn er hat nur Augen für das Geld.
ZWEITER AUFZUG
Nr. 4 (Lied, Szene, Ballade und Chor): Die Frauen freuen sich über die Geschenke ihrer Männer. Senta kann diese Freude nicht teilen, sie will vielmehr vom Schicksal des Holländers erzählen. Sie wird dabei immer fanatischer, bis sie sich in einem ekstatischen Ausbruch als Erlöserin des Holländers sieht. Die Frauen sind entsetzt. Da erscheint Georg.
Nr. 5 (Duett): Bestürzt klagt er ihr sein Liebesleid, aber Senta wehrt ab. Als er ihr zur Warnung seinen Albtraum erzählt, in dem sie mit dem Holländer flieht, bricht Senta erneut in Begeisterung aus: Sie ist zur Erlöserin berufen, mit dem Holländer will sie zugrunde gehen!
Nr. 6 (Arie, Duett und Terzett): Donald tritt auf und kündigt den Holländer als Bräutigam an. Er lässt die beiden allein. Der Holländer erkennt in Senta sein eigenes Schicksal, während sie sich von ihm angezogen fühlt. Sie schwört ihm ewige Treue.
DRITTER AUFZUG
Nr. 7 (Chor und Ensemble): Die Männer sollen auf Geheiß des Steuermanns feiern. Man fängt an zu singen. Die Frauen kommen dazu und stimmen mit ein. Sie verspotten den stumm zuschauenden Holländer und fordern ihn auf mitzusingen. Doch nichts rührt sich aus der Tiefe des Raumes - Stille. Plötzlich dringt Licht zu ihnen und ein unsichtbarer Chor erschallt, der immer lauter anschwillt. Die Männer kommen dagegen nicht an, sie reagieren verstört und panisch.
Nr. 8 (Duett, Kavatine, Finale): Senta und Holländer erwarten ihr Schicksal, Georg stellt ihnen nach. Er fordert von Senta, den Holländer zu verlassen. Sie entzieht sich ihm. Doch zu spät - der Holländer unterbricht die beiden: er fühlt sich von Senta verraten. Sie fordert, dass er ihr vertrauen soll. Er erinnert an seinen Fluch. Senta überzeugt ihn davon, gemeinsam den Tod zu suchen.