Informationen zur Platzauswahl

Bestplatzbuchung
Bei der Bestplatzbuchung entscheiden Sie sich für eine Platzkategorie und wählen die Anzahl der gewünschten Eintrittskarten aus. Innerhalb der gewählten Kategorie findet eine automatische Vergabe der Plätze statt, Sie erhalten die besten verfügbaren Plätze. Nummerierte Sitzplätze befinden sich in der Regel nebeneinander. Sollte an Ihrem Rechner Probleme mit Java auftreten, so erfolgt automatisch die Bestplatzbuchung.

Saalplanbuchung
Bei der Saalplanbuchung wählen Sie Ihre Plätze persönlich und sitzplatzgenau im grafischen Saalplan aus. Starten Sie die Saalplanbuchung und entscheiden Sie sich für einen Bereich. Dort können Sie die Plätze per Mausklick auswählen. Bei einigen Veranstaltungen wird die Saalplanbuchung nicht angeboten.

Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrer Eintrittskarte entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können. In der Regel handelt es sich dabei um Sitzplätze, in einigen Fällen stehen Ihnen jedoch auch Stehplätze zur Verfügung.

Sitz- oder Stehplatz je nach Verfügbarkeit
In der so bezeichneten Preiskategorie werden überwiegend (jedoch nicht garantiert) Sitzplätze angeboten. Unter Umständen werden auch Stehplatzkarten zum gleichen Preis zugeschickt. Ein bestimmter Wunsch bezüglich Steh- oder Sitzplatz kann in diesem Zusammenhang leider nicht erfüllt werden. Ein späterer Umtausch der gelieferten Eintrittskarten ist nicht möglich.

Sichteinschränkungen/Übertitel
Auf Grund von baulichen Gegebenheiten oder auch inszenierungsbedingt sind Einschränkungen der Sicht (auch auf die Übertitel, die in zahlreichen Vorstellungen angeboten werden) von bestimmten Plätzen möglich. Bitte erkundigen Sie sich nach eventuellen Beeinträchtigungen unter 0711. 20 20 90 (Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).
Nicht mehr zustellbar
bedeutet, dass die Veranstaltung zeitnah stattfindet und eine Lieferung der Eintittskarten nicht mehr möglich ist. Bitte wählen Sie als Alternative ‚Abholung der Eintrittskarten‘.

Nur 1 Eintrittskarte auswählbar / Einzelsitzplatz
über die Bestplatzbuchung können nur noch einzelne Plätze (keine zusammenhängende Plätze) in der entsprechenden Kategorie gebucht werden. Einzelsitzplätze sind vereinzelte Restplätze. Auch wenn eine größere Anzahl verfügbar ist, sind diese Plätze nicht zusammenhängend. Möglicherweise stehen über die Saalplanbuchung noch zusammenhängende Plätze zur Verfügung.

Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Informationen zum Online-Verkauf

Die Kartenbestellung im Saalplan basiert auf der Software Java. Aktuell wird die Ausführung dieser Software durch den Browserhersteller (z.B. Mozilla Firefox) auf Ihrem PC möglicherweise blockiert (Sie sollten daher immer die neueste Java-/Browser-Version installiert haben).

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
Im Buchungsverlauf werden Ihnen Informationen zur Platzauswahl angezeigt.
Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine der Staatstheater Stuttgart können als Zahlungsmittel für den Kauf von Eintrittskarten, Abonnements und Merchandisingartikeln der Staatstheater Stuttgart verwendet werden.
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und können bis auf Widerruf ohne zeitliche Begrenzung eingelöst werden. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle Restguthaben werden wieder als Geschenkgutschein ausgegeben.
Beim Online-Kauf ist das Einlösen von Geschenkgutscheinen derzeit nicht möglich. Bitte nutzen Sie dazu unsere alternativen Vertriebswege.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
Mit Kreditkartenzahlung (VISA, Master, AMEX) oder per Bankeinzug/SEPA-Lastschriftverfahren (Nicht bei Neukunden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den telefonischen Kartenservice [0711. 20 20 90] ).
Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Preview Club

Vor allen anderen die neuen Premieren erleben
17:00 Uhr Kammertheater
Informationen
Wieder im Repertoire
Opernhaus

Wieder im Repertoire:
29. Mai 2016
Dauer
I. Aufzug: ca. 85 Min.
Pause: ca. 35 Min.
II. Aufzug: ca. 75 Min.
Pause: ca. 35 Min.
III. Aufzug: ca. 75 Min
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
Mai 2016
29.05.2016 17:00 - 22:15 Uhr | Besetzung
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Juni 2016
05.06.2016 17:00 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
11.06.2016 17:00 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Juli 2016
03.07.2016 17:00 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
09.07.2016 17:00 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Besetzung
Sonntag, 29.05.2016, 17:00 Uhr
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Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Lothar Baumgarte, Chor: Johannes Knecht

Isolde: Iréne Theorin, Brangäne: Katarina Karnéus, Tristan: Erin Caves, Kurwenal: Shigeo Ishino, König Marke: Liang Li, Melot: Ashley David Prewett, Hirt: Torsten Hofmann, Steuermann: Eric Ander, Stimme eines jungen Seemanns: Daniel Kluge, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Tristan und Isolde

von Richard Wagner
in deutscher Sprache mit Übertiteln


ZUM STÜCK

Wagner bezeichnete sein 1856–59 entstandenes, ebenso enigmatisches wie wirkungsmächtiges Werk als „Handlung in drei Aufzügen“.

Der erste Aufzug spielt auf dem Schiff, auf dem Isolde von Irland ins englische Cornwall verschleppt wird, wo sie mit König Marke zwangsvermählt werden soll. Dies geschieht auf Betreiben des Ritters Tristan, mit dem Isolde ein Geheimnis verbindet. Denn ihm, dem Todfeind ihres Volkes, hatte sie – in verschwiegener wechselseitiger Liebe – einst das Leben geschenkt. Nun ist die zutiefst Gedemütigte entschlossen, ihrem und Tristans Leben vor Erreichen des Festlandes ein Ende zu setzen. Doch statt des Todestranks leert sie mit ihm den Liebestrank.

Der zweite Aufzug spielt nach der Verheiratung Isoldes mit Marke. Im Garten der Königsburg riskieren Tristan und Isolde unter den Augen Markes und der Hofgesellschaft den Ehebruch. Sie beschließen, die eigene Liebe im „Liebestod“ als Doppelselbstmord öffentlich zu machen. Nach der Entdeckung durch Marke stürzt sich Tristan in das Schwert des Denunzianten Melot.

Der dritte Aufzug spielt auf Tristans Familiensitz in der Bretagne. Der einsame todwunde Tristan versucht das Gesetz seiner Existenz und seiner Beziehung zu Isolde zu durchdringen. In seinen Fieberphantasien vermischen sich romantischer Exzess und philosophische Spekulation. Beim Nahen Isoldes reißt er sich seinen Verband von der Wunde, um in ihren Armen zu verbluten. Isoldes Klage verflüchtigt sich in einer halluzinatorischen Ekstase.

NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Samstag, 11. Juni 2016

EINFÜHRUNG

Eine Einführung findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 20.07.2014
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2014
„Die Staatsoper Stuttgart zeigt den Bayreuthern kurz vor Festspielbeginn, wo der Wagner-Hammer hängt.“

„Souverän navigiert Sylvain Cambreling Ensemble und Orchester durch das gewaltige Werk: […] sprachgewaltig, mit einem handfest abgerundeten und bunt ausgeleuchteten Klangbild, bei äußerster Beweglichkeit und Unabhängigkeit  der einzelnen Stimmgruppen und mit herrlich zupackenden Solisten.“

„Diese Liebe ist nicht zum Vollzug bestimmt“ von Eleonore Büning
Süddeutsche Zeitung, 23.07.2014
„Solch einen Tristan, so eine Isolde hat man noch nicht gesehen.“

„Blinde Augen, blöde Herzen“ von Helmut Mauró
DIE ZEIT, 24.07.2014
Christiane Iven singt so rein, so innig, so identisch die erste Isolde ihrer Laufbahn, Erin Caves einen so hilflos drangvollen Tristan, dass sie sich durch die Trümmer der Rezeption, auch durchs monströs Hehre ihrer Texte hindurch mit der Wahrhaftigkeit verbinden, für die auch Sylvain Cambreling im Orchestergraben, am Pult des Stuttgarter Staatsorchesters glühend eintritt.“

„Unsere kalten Augen“ von Volker Hagedorn
Stuttgarter Zeitung, 22.07.2014
„Die enge Beziehung zwischen Bühnenraum und dem Innenleben der Figuren zählt mit der akribisch genauen Personenführung zu den Stärken dieser Inszenierung. Bert Neumanns Räume sind dabei nie statisch, sondern entwickeln sich mit der Handlung weiter.“

„Nicht alles lässt sich hier dechiffrieren, was aber gerade eine Stärke dieser Inszenierung ist. Denn umso stärker wirken ihre Bilder.“

Christiane Iven dingt ihr Debüt als Isolde mit der Differenzierungskunst einer Liedsängerin: mit  wunderbaren Pianoabtönungen und einer reichen Palette an Farben.“

„Bravourös auch Shigeo Ishino, der einen ungemein profunden wie textverständlichen Kurwenal singt. Attila Jun verleiht dem König Marke tragische Größe und auch die klagschön-expressive Brangäne von Katarine Karnéus entspricht dem hohen Niveau des Ensembles.“ 

„Wer sich küsst, hat sich schon verloren“ von Frank Armbruster
Stuttgarter Nachrichten, 22.07.2014
Attila Jun ist ein prägnant artikulierender, ergreifend leidender Marke, André Morsch ein überzeugend windiger Melot, Shigeo Ishino ein stimmschöner, beweglicher Kurwenal, und Torsten Hofmann gibt einen Hirten mit Höhe und Schmelz. Katarina Karnéus verleiht der Brangäne nicht nur singend, sondern auch spielend eine Vielzahl warmer Farben. Und Christiane Iven ist Isolde. Deren Geist muss in sie hineingefahren, deren Blut muss in ihr pulsieren, deren Lieben und Leiden muss sich in ihrem Herzen und auch ihrer Stimme eingenistet haben – sonst könnte es doch nicht sein, dass sie die Figur derart mit intensivem Leben füllt.“

„Glotz nicht so romantisch“ Susanne Benda
Bayerischer Rundfunk, BR-Klassik, 21.07.2014
Erin Caves als Tristan verfügt über eine heldische strahlende Höhe, Christiane Iven fasziniert dagegen vor allem mit einer Fülle an Zwischentönen, in denen die eigentliche innere Dramatik zum Klingen kommt.“

„Eine ungewöhnliche, eine ganz und gar nicht aktuarische Inszenierung dieser an vordergründiger Handlung so armen Oper.“

„Isolde ist nervös, Tristan arrogant“ von Rainer Zerbst
Deutschlandfunk - "Kultur heute", 22.07.2014
„So radikal ist [Richard Wagner] noch nie befragt worden.“

Christiane Iven als Isolde und Erin Caves als Tristan sind fantastische Sänger. Iven überzeugt mit einem voluminösen und äußerst farbenreichen Sopran, Caves mit einem klangschönen und wunderbar geführten Tenor.“

„Auswüchse unfreier Geister“ von Christoph Schmitz
Die deutsche Bühne Online, 22.07.2014
„Die eindrucksvollste Leistung gelang an diesem Abend wohl Attila Jun, der den betrogenen König Marke als großen Schmerzensmann gestaltete und in seinen wuchtigen, dunkelsatten und ausdrucksvoll herben Bass alle Verzweiflung darüber packte, dass eine Liebespassion wie die von Tristan und Isolde nicht einmal der Erlösung durch königliche Güte zugänglich ist. Und auch Shigeo Ishino profilierte seinen Kurwenal mit dunkler Fülle und kantiger Kraft als kernigen, skrupellos treuen Gefolgsmann. […] Bemerkenswert schlank und klar sang Daniel Kluge den jungen Seemann, auch der Hirt von Torsten Hofmann war klangschön.“

„Liebestod eines Schattenboxers“ von Detlef Brandenburg
Esslinger Zeitung, 22.07.2014
„[Sylvain Cambreling] interpretiert die Partitur mit einer luminosen Transparenz, welche die motivischen Verknüpfungen zu sinnlichster Klarheit, die reichen Farben zur nuancierter Entfaltung bringt.“

„Herausragend Attila Jun als König Marke mit wahrhaft markigem, bestens geführtem und hoch expressivem Bass.“

„Der Melot des André Morsch schließlich ist stimmlich eine treffliche Charakter-Charge, darstellerisch eine Glanznummer: ein Scherge, verkrümmt und verkrampft wie der Nosferatu in Murnaus Stummfilm.“

„Tarzan und Isolde“ von Martin Mezger
Badische Neueste Nachrichten, 23.07.2014
„[Im 3. Akt] zeigte sich auf besondere Weise die impressionistische Finesse und Durchsichtigkeit, mit der Sylvain Cambreling das Werk dirigierte, das Gespür für berückende Valeurs, feinste Übergänge und differenzierte Textur, die dem Abend seinen außergewöhnlichen musikalischen Rang sicherte.“

„Handfester Guckkastenzauber“ von Nikolaus Schmidt
Neue Zürcher Zeitung, 23.07.2014
„Grandios Shigeo Ishino, der den großen Auftritt Kurwenals im dritten Aufzug mit Aplomb und blendender Diktion, mit Wachheit im Rhythmischen und weitem Ambitus bewältigt.“

„Ideal und Alltag“ von Peter Hagmann
www.faustkultur.de, 22.07.2014
Christiane Iven etabliert sich mit ihrem Debüt als Isolde als Wagner-Sängerin der ersten Riege.“

„Sehnen der Minne“ von Thomas Rothschild
Schwäbische Post Online, 22.07.2014
Erin Caves leidet als Tristan konditionsstark, mit gedämpft ausdrucksvollem Wagner-Tenor – ein bemerkenswertes Debüt.“

„Nüchtern naiv“ von Jürgen Kanold
VIDEO ZUR INSZENIERUNG


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© Video: Thiemo Hehl | Foto: A.T. Schaefer
EIN PROBENBESUCH


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© Video: Thiemo Hehl | Foto: A.T. Schaefer
HANDLUNG
ERSTER AUFZUG

Ein englisches Schiff auf der Rückfahrt von Irland ins englische Kornwall. An seinem Steuer steht Tristan, Neffe und Adoptivsohn des englischen Königs Marke. Tristan bringt Isolde, die Königstochter der unterworfenen Iren, nach England. Dort wird er sie mit dem verwitweten Marke verheiraten, um das Bündnis beider Völker und seine eigene Machtposition zu stärken. An Bord hält er sich von Isolde fern. Isolde fordert ihn durch ihre Vertraute Brangäne auf, ihr den gebührenden Respekt zu erweisen. Stattdessen verhöhnt Tristans Getreuer Kurwenal Isolde mit einem Spottlied, in das die gesamte Mannschaft einstimmt. Isolde enthüllt Brangäne daraufhin die Vorgeschichte:

Tristan hatte im Krieg Isoldes Verlobten Morold erschlagen. Im Zweikampf hatte Morold Tristan jedoch eine vergiftete Wunde zugefügt, die nur Isolde heilen konnte. Der sieche Tristan ließ sich in einem Boot vor Irlands Küste aussetzen, um sich als Spielmann »Tantris« in Isoldes Pflege zu begeben. Isolde erkannte ihn schließlich, war zur Rache für den Tod Morolds aber nicht fähig, als der Kranke ihr in die Augen sah. Sie pflegte ihn gesund. Der geheilt entlassene »Tantris« kehrte unter seinem wahren Namen als Brautwerber König Markes zurück. Die geschlagenen Iren hatten keine Wahl als diesen Antrag anzunehmen.

Als Brangäne auf die von ihr mit an Bord geschmuggelten Zaubertränke von Isoldes Mutter verweist, mit deren Hilfe vielleicht alles zum Guten zu wenden wäre, beschließt die tief gedemütigte Isolde, Tristan und sich selbst zu vergiften. Auf ihre Drohung hin, nicht vor den König treten zu wollen, bevor Tristan sie aufgesucht habe, muss dieser erscheinen. Seine arrogante Abwehrhaltung bricht zusammen, als er begreift, dass Isolde das Doppelspiel seiner Tantris-Maskierung durchschaut hat. Er leert mit Isolde einen von Brangäne kredenzten vorgeblichen »Sühnetrank«, obwohl er verstanden hat, dass Isolde ihm ein tödliches Gift einflößen will. Doch Brangäne hat statt des Todestranks einen Liebestrank eingeschenkt. In Erwartung des Todes gestehen sich Tristan und Isolde ihre Liebe. In diesem Moment trifft das Schiff in England ein.

ZWEITER AUFZUG

Eine Sommernacht im Garten von Markes Königsburg. Isolde lebt nun als Königin an der Seite Markes. Während der König mit seinem Gefolge zur Jagd zieht, fiebert Isolde Tristans heimlichem Besuch entgegen. Brangäne vermutet hinter der Jagd einen Hinterhalt des verwachsenen Höflings Melot, doch Isolde schlägt ihre Warnung in den Wind. Sie löscht die Fackel: das Zeichen für Tristan, sie zu besuchen. Die Liebenden begrüßen sich stürmisch. Doch bald bringt Isolde Tristans Liebesverrat, durch den er sie an König Marke verschachert hat, zur Sprache. Tristan macht die »Tageswelt« und ihr vernunftbestimmtes Ordnungs- und Erfolgsdenken, dem er verfallen gewesen sei, dafür verantwortlich. Er preist die Gegenwelt des »Wunderreichs der Nacht« und ihr Versprechen »ewiger Liebeswonne«. Doch für Isolde gibt es keinen Ausweg aus dem Ehegefängnis, in das Tristan sie gesperrt hat. Beider Sehnsucht nach Liebe wandelt sich in Todessehnsucht. Willentlich lassen sie sich von Marke und Melot überraschen. Auf Markes verzweifelte Klage über Tristans ungeheuerlichen Vertrauensbruch weiß dieser keine Antwort zu geben. Stattdessen stürzt er sich in Melots Schwert.

DRITTER AUFZUG

Tristan ist seiner Verletzung nicht erlegen. Sein Getreuer Kurwenal hat ihn in der vergeblichen Hoffnung auf Heilung auf dessen Familiensitz Kareol in die Bretagne gebracht. Nun hofft Kurwenal auf die Ankunft Isoldes als der einzigen, die das Leben seines Herrn noch retten könnte. Ein Hirte verspricht, die traurige Weise seiner Schalmei mit einer freudigen Melodie zu unterbrechen, sobald er ihres Schiffes ansichtig wird.

Tristan erwacht aus einer Betäubung. Er kann nicht sterben, solange ihn die Sehnsucht nach Isolde noch ans Leben fesselt. Er versucht seinem Scheitern einen Sinn abzugewinnen und steigert sich zu einer Verfluchung seines eigenen Begehrens und zu einer ekstatischen Vision von Isoldes Ankunft. Als der Hirte endlich das erlösende Signal von Isoldes Nahen gibt, reißt sich Tristan seine Wunden auf und verblutet.

Marke, Melot und Brangäne sind Isolde in der Absicht gefolgt, sie mit Tristan zu vermählen. Doch Kurwenal, der dies nicht begreift, tötet Melot und wird von Marke in Notwehr erschlagen.

Isolde imaginiert an Tristans Leiche dessen Auferstehung.