7. Kammerkonzert: Buffonistenstreit
Ein italo-französisches Barock-Crossover
Mit Werken von Corelli, Lully, Jommelli und Rameau
Mezzosopran: Helene Schneiderman
Violine und musikalische Leitung: Bernhard Forck
Musiker des Staatsorchesters Stuttgart
Einführung 30 Minuten vor Konzertbeginn im Mozartsaal, Liederhalle
BUFFONISTENSTREIT
ARCANGELO CORELLI
CONCERTO GROSSO OP. 6 NR. 1 D-DUR (1708)
1. Largo – Allegro
2. Largo – Allegro
3. Largo – Allegro
4. Allegro
Ca. 10 Min.
JEAN-BAPTISTE LULLY
AUSZÜGE AUS: ACIS ET GALATÉE (1686)
Ouvertüre
Tambourins
Menuets
Rigaudon
Musette
Passacaille
Sicilienne
Contredanse
Ca. 18 Min.
NICCOLÒ JOMMELLI
AUSZÜGE AUS: LA CRITICA (DRAMMA COMICO, 1766)
Sinfonia
Arien der Gioconda „Lorsque l’amour“ und „Piccola cosa è quella“ … „Heureuse Paix“
verbunden durch
JEAN-PHILIPPE RAMEAU
Gavotte AUS: DARDANUS
Ca. 12 Min.
JEAN-PHILIPPE RAMEAU
DARDANUS-SUITE (1739)
Ouvertüre
Air pour les Plaisirs
Menuet tendre en rondeau
Premier tambourin
Deuxième tambourin
Entrée pour les Guerriers
Air - Grave
Air - Vif
Premier tambourin
Deuxième tambourin
Calme des Sens – Air tendre
Chaconne
Ca. 25 Min.
MEZZOSOPRAN: HELENE SCHNEIDERMAN
VIOLINE UND MUSIKALISCHE LEITUNG: BERNHARD FORCK
1.VIOLINE: BERNHARD FORCK*, GUSTAVO SURGIK, EVA-MARIA SCHÄFER, MICHAEL WILLE, ANNA ROKICKA, NICOLA WIEDMANN
2. VIOLINE: MURIEL BARDON, MARTIN WISSNER, DOROTHEA BELLMANN,
KIRSTEN FRANTZ, NATIA WIEDMANN, SEBASTIAN KLEIN
VIOLA: FRIEDERIKE BALTIN, GUNDULA VOGEL, GABRIELE FIEDLER, ANDREA WEGMANN
VIOLONCELLO: MICHAEL GROß, DAVID COFRÉ, CAMPBELL WHITE, DORIS UNTCH
KONTRABAß: MANUEL SCHATTEL
FLÖTE: BEATRIX MEYER-BODE, MONIKA EGERER
OBOE: MICHAEL KIEFER, KATRIN STÜBLE
FAGOTT: MARIANNE ENGELHARDT, GUDRUN MÜLLER
HORN: KAREN SCHADE, NADJA HELBLE
CEMBALO: JÖRG-HANNES HAHN*
Die Musikwelt des 17. und 18. Jahrhunderts war gespalten zwischen Verfechtern des italienischen und des französischen Stils. Letzterer ist durch die höfische Tanzmusik geprägt, Rhythmus und disziplinierte Artikulation gehen vor instrumentaler Virtuosität. Auch die hochentwickelte Kunst der Verzierung unterstützt die gemessene Eleganz der Franzosen im Ausdruck, während der italienische Stil für seine Leidenschaftlichkeit und Extravaganz gepriesen wurde. Besonders erbittert wurde der Streit zwischen den nationalen Opernschulen ausgetragen. In Paris eskalierte der sogenannte Buffonistenstreit anlässlich einer Aufführung von Pergolesis berühmtem Intermezzo La serva padrona (Die Magd als Herrin) durch die auf Buffa-Opern spezialisierte reisende italienische Operntruppe (die »Buffonisten«) des Kapellmeisters Eustachio Bambini.