Informationen zur Platzauswahl

Bestplatzbuchung
Bei der Bestplatzbuchung entscheiden Sie sich für eine Platzkategorie und wählen die Anzahl der gewünschten Eintrittskarten aus. Innerhalb der gewählten Kategorie findet eine automatische Vergabe der Plätze statt, Sie erhalten die besten verfügbaren Plätze. Nummerierte Sitzplätze befinden sich in der Regel nebeneinander. Sollte an Ihrem Rechner Probleme mit Java auftreten, so erfolgt automatisch die Bestplatzbuchung.

Saalplanbuchung
Bei der Saalplanbuchung wählen Sie Ihre Plätze persönlich und sitzplatzgenau im grafischen Saalplan aus. Starten Sie die Saalplanbuchung und entscheiden Sie sich für einen Bereich. Dort können Sie die Plätze per Mausklick auswählen. Bei einigen Veranstaltungen wird die Saalplanbuchung nicht angeboten.

Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrer Eintrittskarte entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können. In der Regel handelt es sich dabei um Sitzplätze, in einigen Fällen stehen Ihnen jedoch auch Stehplätze zur Verfügung.

Sitz- oder Stehplatz je nach Verfügbarkeit
In der so bezeichneten Preiskategorie werden überwiegend (jedoch nicht garantiert) Sitzplätze angeboten. Unter Umständen werden auch Stehplatzkarten zum gleichen Preis zugeschickt. Ein bestimmter Wunsch bezüglich Steh- oder Sitzplatz kann in diesem Zusammenhang leider nicht erfüllt werden. Ein späterer Umtausch der gelieferten Eintrittskarten ist nicht möglich.

Sichteinschränkungen/Übertitel
Auf Grund von baulichen Gegebenheiten oder auch inszenierungsbedingt sind Einschränkungen der Sicht (auch auf die Übertitel, die in zahlreichen Vorstellungen angeboten werden) von bestimmten Plätzen möglich. Bitte erkundigen Sie sich nach eventuellen Beeinträchtigungen unter 0711. 20 20 90 (Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).
Nicht mehr zustellbar
bedeutet, dass die Veranstaltung zeitnah stattfindet und eine Lieferung der Eintittskarten nicht mehr möglich ist. Bitte wählen Sie als Alternative ‚Abholung der Eintrittskarten‘.

Nur 1 Eintrittskarte auswählbar / Einzelsitzplatz
über die Bestplatzbuchung können nur noch einzelne Plätze (keine zusammenhängende Plätze) in der entsprechenden Kategorie gebucht werden. Einzelsitzplätze sind vereinzelte Restplätze. Auch wenn eine größere Anzahl verfügbar ist, sind diese Plätze nicht zusammenhängend. Möglicherweise stehen über die Saalplanbuchung noch zusammenhängende Plätze zur Verfügung.

Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Informationen zum Online-Verkauf

Die Kartenbestellung im Saalplan basiert auf der Software Java. Aktuell wird die Ausführung dieser Software durch den Browserhersteller (z.B. Mozilla Firefox) auf Ihrem PC möglicherweise blockiert (Sie sollten daher immer die neueste Java-/Browser-Version installiert haben).

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
Im Buchungsverlauf werden Ihnen Informationen zur Platzauswahl angezeigt.
Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine der Staatstheater Stuttgart können als Zahlungsmittel für den Kauf von Eintrittskarten, Abonnements und Merchandisingartikeln der Staatstheater Stuttgart verwendet werden.
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und können bis auf Widerruf ohne zeitliche Begrenzung eingelöst werden. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle Restguthaben werden wieder als Geschenkgutschein ausgegeben.
Beim Online-Kauf ist das Einlösen von Geschenkgutscheinen derzeit nicht möglich. Bitte nutzen Sie dazu unsere alternativen Vertriebswege.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
Mit Kreditkartenzahlung (VISA, Master, AMEX) oder per Bankeinzug/SEPA-Lastschriftverfahren (Nicht bei Neukunden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den telefonischen Kartenservice [0711. 20 20 90] ).
Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Modest P. Mussorgskij

Chowanschtschina

Chowanschtschen-Brut
18:00 - 21:30 Uhr Opernhaus
Informationen
Schauspielhaus
Premiere
31. Januar 2016
Koproduktion der Oper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
Januar 2016
31.01.2016 19:00 Uhr | Besetzung
- / 25 / - / 49 / - € / F
Februar 2016
02.02.2016 20:00 - 23:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - € / E
05.02.2016 20:00 - 23:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - € / E
07.02.2016 18:00 - 21:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - € / E
11.02.2016 20:00 - 23:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - € / E
13.02.2016 20:00 - 23:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - € / E
19.02.2016 20:00 - 23:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - € / E
22.02.2016 20:00 - 23:00 Uhr | Besetzung
- / - / 33 / - / - € / E
Besetzung Jan 2016 - Feb 2016
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The Fairy Queen

von Henry Purcell / William Shakespeare
gesprochen auf Deutsch, gesungen auf Englisch


In seiner Komödie Ein Sommernachtstraum schickt William Shakespeare drei unglückliche Liebespaare in einen Irrgarten der Gefühle. Pucks Zaubertropfen bringen nicht nur Oberon, den Elfenkönig, nebst Gattin Titania und Gefolge durcheinander. Auch für die jungen Athener Lysander und Demetrius, Hermia und Helena vermengen sich im nahegelegenen Wald Rausch und Realität, Traum und Albtraum. Herrscherhochzeit und Verwechslungskomödie, Elfentanz und Handwerkerposse zugleich, erzählt das Stück nicht nur von den romantischen Irrungen und Wirrungen junger und alter Liebe. Es spürt auch dem Zyklus des Werdens und Vergehens nach und macht sich auf die Suche nach der verlorenen und wiedergefundenen Zeit.

Diese Themen prägen auch die Musik, die Henry Purcell Ende des 17. Jahrhunderts, einhundert Jahre nach Shakespeare, für seine Adaption des Sommernachtstraums komponiert hat. Purcells Fairy Queen ist eine sogenannte Semi-Oper oder Masque: Eine Mischform aus Schauspiel und Oper. Für die Staatstheater Stuttgart eine Steilvorlage, sich dem »Orpheus britannicus« Purcell in einer Koproduktion von Schauspiel und Oper zuzuwenden. Schauspieler, Sänger, Staatsopernchor und Staatsorchester erarbeiten gemeinsam einen Theaterabend, bei dem auch die Gattungsgrenzen in die Schwebe geraten.

"Shakespeare war meiner Meinung nach ein wirklich privilegierter Mann. Nicht nur, weil er ein Genie  war, das ist offensichtlich. Sondern weil er in einer Zeit lebte, in der sich das Licht der Renaissance  in die Dunkelheit des Barock verwandelte. Das war ein Geschenk für ihn. Diesen Wechsel hat er gesehen und daraus seine Geschichten gemacht."
Calixto Bieito

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NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer Schauspielhaus statt.
Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 31.01.2016 und zur Vorstellung am 02.02.2016
Frankfurter Rundschau, 01.02.2016
„Am Ende jener Jubel, von dem ein Theater oft nur träumen kann.“

„Heiter ist das Leben, ernst ist die Kunst“ von Judith von Sternburg
BR "Kulturwelt", 01.02.2016
„Der für seine durchaus drastische Bildsprache bekannte und berüchtigte Regisseur Calixto Bieito beweist in diesem spukhaft-eruptiven Bilderbogen, der nicht zuletzt mit seinen bizarren Kostümen glänzt, zugleich ein großes Gefühl für die traurige Melancholie, die in der Sehnsucht nach Liebe und in ihrer Unerfüllbarkeit steckt. Und so schenkt Bieito den Stuttgartern passend zum Karneval einen Purcell-Shakespeare at its best, was diese ihm mit großem Applaus dankten.“

„The Fairy Queen“ von Sven Ricklefs
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2016
„Purcells Musik wohnt ein Zauber inne, der sich in oft betörenden Chören, beschwingten Tänzen, anmutigen Arien und einigen komödiantischen Duetten entfaltet, etwa in dem Gespräch zwischen Coridon und Mopsa über das Küssen – ein Kabinettstück für den brillanten Tenor Mark Milhofer und den Schauspieler Johann Jürgens.“ 

„Das Orchester ist auf einem Gestell auf der dem hinteren Teil der Bühne positioniert, […] Christian Curnyn leitet die Aufführung vom Cembalo aus ohne die Vorgänge auf der Bühne zu sehen. Umso erstaunlicher, wie sicher alle Sänger, vor allem die Sopranistinnen Lauryna Bedziunaite, Mirella Bunoaica und Josefin Feiler, ihre Einsätze finden, wie reibungslos sich die Chorpartien mit dem glänzenden Stuttgarter Staatsopernchor in die turbulenten Aktionen einfügen und wie gekonnt auch die Schauspieler ins vokale Fach wechseln.“

„Ein Esel namens Eberhard Titanias Nachtgefährte ward“ von Lotte Thaler
Süddeutsche Zeitung, 05.02.2016
„Dieses alle erotischen Untiefen durchfurchende Theaterfest [ist] zum Weinen schön und bei allem Gelächter herzergreifend.“

"Jedem seinen Sommernachtstraum" von Reinhard Brembeck
Münchner Merkur, 05.02.2016
„[…] ein abgefahrener und wunderzarter, prickelnder und berührender, in weiten Teilen genialer Abend. [...] Eine Produktion, mit der die Stuttgarter, kurz nach ihrer maßstabsetzenden ‚Salome‘ auf dem besten Weg sind zum ‚Opernhaus des Jahres‘.“

„Eberhard, das ist mein Reich“ von Markus Thiel
Stuttgarter Zeitung, 02.02.2016
„Mit dionysischer Hingabe setzen die Musiker und Sänger des Staatsorchesters und des Opernchores sich über sämtliche aufführungspraktischen Schranken hinweg.“

„Wenn Frauen buschige Schwänze wachsen" von Stefan Kister
Deutschlandradio Kultur "Fazit", 31.01.2016
Calixto Bieito hat ein Wunderwerk geschaffen.“

„Die ganze Inszenierung ist ein absolutes Muss für jeden, der auch in der Oper mal richtig lachen will —  und zwar lachen über eine geistreiche Umsetzung eines uralten Stückes.“

„‘The Fairy Queen‘ inszeniert von Calixto Bieto“ von Rainer Zerbst
dpa, 01.02.2016
„Dass solche Symbiosen [aus Musiktheater und Schauspiel] furiose Theatermomente hervorbringen können, davon konnte sich das hellauf begeisterte Premierenpublikum immer wieder überzeugen.“

„Bieitos surreales Musical in Stuttgart gefeiert“ von Ulf Mauder
www.nachtkritik.de, 31.01.2016
„Man wird auch so hineingerissen in den Sog bunter Bilder, greller Outfits, mitreißender Musik, die Christian Curnyn vom Cembalo aus leitet. Er unterstreicht den rauen, folkloristischen Charme der Musik mehr, als es Barock-Puristen lieb sein dürfte. Viel Tanzmusik hält den Abend in Fluss: Während das Orchester fetzig in die Saiten haut, wird vorne in grünem Licht und Kunstnebel ständig gehüpft und gesprungen, weniger in ausbaldowerten Choreographien als vielmehr Freestyle. Der Staatsopernchor zeigt wieder mal, dass er alles gleichzeitig kann: singen, springen, spielen.“

„Hirschgeweih auf der Dornenkrone“ von Verena Großkreutz
Ludwigsburger Kreiszeitung, 02.02.2016
„Das Publikum […] bejubelt diese kurzweilige, kluge und spannende Unterhaltung am Ende völlig zu Recht.“

„Über die seltsamen Wege der Liebe“ von Arnim Bauer
Stuttgarter Nachrichten, 02.02.2016
„[…] gemeinsam mit der „Hausband“ gelingt [Dirigent Christian Curnyn] eine quicklebendige, farbenpralle, dauerbeschwingte und sehr präzise Darbietung, die Purcells Klangfantasie, seinen Witz, seine feinen Charakterzeichnungen wie auch die Schönheit und Einprägsamkeit seiner Melodien hör- und spürbar macht. Obwohl sich das Orchester aus modernen und alten Instrumenten (Laute, Gambe und Bassvioline bilden eine feine Continuo-Gruppe) zusammensetzt, erscheint die Instrumentalmusik wie aus einem Guss. So sorgt Curnyn gleichsam für das Rückgrat des Abends.“

„Für Ironie sorgt vor allem die Tatsache, dass das […] exzellente Solistenensemble mit Sängern besetzt ist, die auch ganz unopernsängerhaft spielen und tanzen, und mit Schauspielern, die – teilweise richtig gut! – singen, manchmal sogar im Duett. […] Großartig sind sie alle."

„Lachen, weinen, leben, lieben“ von Susanne Benda 
Badische Neueste Nachrichten, 02.02.2016
„[Regisseur] Calixto Bieito bescherte den Stuttgartern ein dreistündiges Theaterglück mit einem exzellent gestimmten Ensemble, in dem Schauspieler Gesangspartien übernehmen […] und die Sänger den Schauspielern in nichts an Spielfuror nachstehen.“

„Dreistündiges Theaterglück“ von Nikolaus Schmidt
Eßlinger Zeitung, 02.02.2016
„[Calixto Bieito] wirbelt einen soghaft-psychedelischen Sex- und Angst- und Gewalttrip über die Drehbühne, freilich nicht als Beklemmungsmarathon, sondern als brüllend komische Surreal-Groteske. Bieitos Halluzinogene: Henry Purcells barockes ‚Fairy Queen‘-Musical, Spurenelemente aus Shakespeares ‚Sommernachtstraum‘ und die eigene orgiastische Phantasie.“

„Die große Tierschau“ von Martin Mezger
Reutlinger Generalanzeiger, 03.02.2016
„Das künstlerische Ereignis […], das nach der Premiere am Sonntag im Stuttgarter Schauspielhaus Begeisterungsstürme ausgelöst hat, liegt indessen darin, wie [Regisseur Calixto Bieito] aus dem überlangen barocken Stück modernes Musiktheater gemacht hat. […] Das Beste ist: Die Stuttgarter Fassung bleibt durch und durch Komödie, auch wenn sie nun eine veritable Oper geworden ist. Der hohe Unterhaltungswert rührt natürlich auch daher, dass die Sängerinnen und Sänger den munteren Lustspiel-Spaß genauso präzise auf die Bühne bringen wie die sieben Hauptfiguren vom Sprechtheater.“

„Bieitos ‚The Fairy Queen‘: Munter enthemmte Barock-Disco“ von Monique Cantré
Opera Lounge, 02.02.2016
„Was für eine spektakuläre Revue für die Sinne! Musikalisch überaus packend, szenisch kunterbunt, schrill und sexy […].Die Vokalsolisten verstehen sich perfekt auf fein austarierten barocken Vokalgesang, die Schauspieler aufs temperamentvolle Agieren, und auch der von Johannes Knecht akkurat einstudierte Chor zeigt sich, wie immer, von seiner besten Seite. […] Nicht enden wollender Jubel für alle Beteiligten.“

„One Charming Night…“ von Hanns Horst Bauer
Faust Kultur, 02.02.2016
„[‚The Fairy Queen‘] hat das Zeug in sich, zu einem Dauerhit zu werden.“

„Der Star dieses Abends aber ist Maja Beckmann als Puck. Wie ein Zirkusclown macht sie, übermütig und nur scheinbar unbeholfen, nach, was die anderen Figuren vorzeigen. Man kann sich daran nicht sattsehen.“

„Mehr als ein flüchtiger Erfolg“ von Thomas Rothschild
HANDLUNG

HANDLUNG

Hermia heiratet Lysander. Auch Demetrius ist in die Braut verliebt. Von Helena, die Demetrius vergöttert, will er nichts wissen. Oberon hat kaum alle Hochzeitsgäste begrüßt, als seine Frau Titania die Zeremonie verlässt. Sie weiß aus leidvoller Erfahrung von wie kurzer Dauer das Eheglück ist.

I Die Hochzeitsgäste Night und Hymen fordern dazu auf, die Feier in die Natur zu verlegen. Titania bittet die Gäste um Ruhe. Aber Oberon will davon nichts wissen. Zwei Brautelfen, Mystery und Spring, machen sich über ihn lustig. Puck sagt voraus, dass die Gäste in dieser Nacht nicht schlafen werden: Lust wird ihnen die Augen offen halten.

II Der Indian Boy ruft die Sänger des Himmels herbei. Demetrius flieht in den Wald und versucht Helena abzuschütteln; sie will ihm bis in ihr Verderben folgen. Doch Oberon weiß Abhilfe: Puck soll eine Blume besorgen, die Liebeszauberkraft besitzt. Spring singt an gegen die üble Laune der Umstehenden. Da eskaliert der Streit zwischen Oberon und Titania: Oberon bezichtigt sie der Untreue und fordert den Indian Boy für sein Gefolge.
Die Nacht bricht herein. Hermia ahnt, dass wahre Liebe immer Leiden ist. Mystery erinnert daran, dass die Liebe im Verborgenen zu Hause sei. Die Queen of Secresie gibt den Hochzeitsgästen ihr Geheimnis mit auf den Weg : »Eine bezaubernde Nacht / schenkt mehr Lust / als hundert glückliche Tage«.
Lysander möchte den Rat befolgen und sich zu seiner Braut legen, aber Hermia hält ihn auf Distanz. Hymen singt die Gäste in den Schlaf, während Helena noch immer durch den Wald irrt. Amor, so klagt sie, verschieße seine Pfeile blind.

III Als Lysander erwacht, entbrennt er in Liebe zu Helena. Helena weiß nicht, wie ihr geschieht. Auch Hermia erwacht aus schwerem Schlaf: Eine Schlange hat im Traum an ihrem Busen gefressen. Nur Puck ist amüsiert über den Gang der Dinge. Er ermahnt Oberon, sich zu beeilen, bevor der Morgen graut.
Demetrius trifft auf seiner Flucht durch den Wald die Queen of Secresie. Ein Spiel der Verführung beginnt. Helena beobachtet sie dabei und ist sich nun sicher: Alle Eskapaden dieser Nacht dienen nur dazu, sie selbst zu verhöhnen. Mystery rät ihr, sich von falschen Liebesschwüren nicht täuschen zu lassen; sie solle genauso untreu sein, wie die Männer es sind.
Oberon geht zum Angriff über: Als Strafe für ihre Untreue soll Titania sich in eine Bestie verlieben. Hymen und der Indian Boy geben eine weitere Losung dieser Nacht aus: »Wir finden tausend Möglichkeiten / uns immerzu zu vergnügen«. Puck vergleicht die Liebenden mit Verrückten und Dichtern – sie alle »bestehen ganz und gar aus Einbildung«. Oberon beträufelt die Augen von Titania. Sie erwacht und steigt hinab zu den Sterblichen.

IV Hermia hat Lysander, der nun Helena liebt, auf einer Waldlichtung mit Springbrunnen wiedergefunden. Night kündigt die Morgendämmerung und den Geburtstag des Königs Oberon an. Die Queen of Secresie und der Indian Boy mokieren sich über die düpierte Hermia mit festlichen Gesängen. Die Festgesellschaft, die nun wieder zusammen findet, betet die Sonne an. Titania fühlt sich durch ihre neue, animalische Liebe verjüngt und träumt davon, bis in den Tod mit ihr vereint zu sein. Frühling, Sommer und Herbst gehen über in den Lobpreis Oberons. Nur Helenas Herz verweilt einsam im eisigen Winter. Ihre Freundschaft mit Hermia ist zerbrochen.

V Die jungen Liebenden kämpfen. Der Liebespreis heißt nun Helena, für Hermia interessiert sich keiner mehr. Night erscheint und rät dazu, die Eifersucht aus dem Leben zu verbannen und in der Ehe stets treu zu sein. Trauer legt sich über die Szenerie: Spring beklagt den Verlust ihres Geliebten. Die Queen of Secresie träumt von einem Ort der Unschuld, an dem das weltliche Streben der Menschen keine Rolle spielt. Immer mehr Tiere umtanzen die verzauberte Titania. Ihre Liebe steigert sich zum Fieber, bis Oberon und Puck schließlich Mitleid haben und die verzweifelt Liebenden entzaubern. Die Erlebnisse der Nacht erscheinen allen wie ein Traum. Unter der Führung Hymens setzen sie die Hochzeitsfeierlichkeiten fort.
ORCHESTER-TRAILER

Video: Philippe Ohl
KUNSCHT!
Einen Vorbericht des SWR Fernsehens in der Sendung „KUNSCHT!“ finden Sie hier.