Informationen zur Platzauswahl

Bestplatzbuchung
Bei der Bestplatzbuchung entscheiden Sie sich für eine Platzkategorie und wählen die Anzahl der gewünschten Eintrittskarten aus. Innerhalb der gewählten Kategorie findet eine automatische Vergabe der Plätze statt, Sie erhalten die besten verfügbaren Plätze. Nummerierte Sitzplätze befinden sich in der Regel nebeneinander. Sollte an Ihrem Rechner Probleme mit Java auftreten, so erfolgt automatisch die Bestplatzbuchung.

Saalplanbuchung
Bei der Saalplanbuchung wählen Sie Ihre Plätze persönlich und sitzplatzgenau im grafischen Saalplan aus. Starten Sie die Saalplanbuchung und entscheiden Sie sich für einen Bereich. Dort können Sie die Plätze per Mausklick auswählen. Bei einigen Veranstaltungen wird die Saalplanbuchung nicht angeboten.

Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrer Eintrittskarte entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können. In der Regel handelt es sich dabei um Sitzplätze, in einigen Fällen stehen Ihnen jedoch auch Stehplätze zur Verfügung.

Sitz- oder Stehplatz je nach Verfügbarkeit
In der so bezeichneten Preiskategorie werden überwiegend (jedoch nicht garantiert) Sitzplätze angeboten. Unter Umständen werden auch Stehplatzkarten zum gleichen Preis zugeschickt. Ein bestimmter Wunsch bezüglich Steh- oder Sitzplatz kann in diesem Zusammenhang leider nicht erfüllt werden. Ein späterer Umtausch der gelieferten Eintrittskarten ist nicht möglich.

Sichteinschränkungen/Übertitel
Auf Grund von baulichen Gegebenheiten oder auch inszenierungsbedingt sind Einschränkungen der Sicht (auch auf die Übertitel, die in zahlreichen Vorstellungen angeboten werden) von bestimmten Plätzen möglich. Bitte erkundigen Sie sich nach eventuellen Beeinträchtigungen unter 0711. 20 20 90 (Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).
Nicht mehr zustellbar
bedeutet, dass die Veranstaltung zeitnah stattfindet und eine Lieferung der Eintittskarten nicht mehr möglich ist. Bitte wählen Sie als Alternative ‚Abholung der Eintrittskarten‘.

Nur 1 Eintrittskarte auswählbar / Einzelsitzplatz
über die Bestplatzbuchung können nur noch einzelne Plätze (keine zusammenhängende Plätze) in der entsprechenden Kategorie gebucht werden. Einzelsitzplätze sind vereinzelte Restplätze. Auch wenn eine größere Anzahl verfügbar ist, sind diese Plätze nicht zusammenhängend. Möglicherweise stehen über die Saalplanbuchung noch zusammenhängende Plätze zur Verfügung.

Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Informationen zum Online-Verkauf

Die Kartenbestellung im Saalplan basiert auf der Software Java. Aktuell wird die Ausführung dieser Software durch den Browserhersteller (z.B. Mozilla Firefox) auf Ihrem PC möglicherweise blockiert (Sie sollten daher immer die neueste Java-/Browser-Version installiert haben).

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
Im Buchungsverlauf werden Ihnen Informationen zur Platzauswahl angezeigt.
Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine der Staatstheater Stuttgart können als Zahlungsmittel für den Kauf von Eintrittskarten, Abonnements und Merchandisingartikeln der Staatstheater Stuttgart verwendet werden.
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und können bis auf Widerruf ohne zeitliche Begrenzung eingelöst werden. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle Restguthaben werden wieder als Geschenkgutschein ausgegeben.
Beim Online-Kauf ist das Einlösen von Geschenkgutscheinen derzeit nicht möglich. Bitte nutzen Sie dazu unsere alternativen Vertriebswege.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
Mit Kreditkartenzahlung (VISA, Master, AMEX) oder per Bankeinzug/SEPA-Lastschriftverfahren (Nicht bei Neukunden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den telefonischen Kartenservice [0711. 20 20 90] ).
Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Informationen
Opernhaus
Wieder im Repertoire
23. September 2016
Dauer
I. Aufzug: ca. 1 Std. 25 Min.
Pause: ca. 30 Min.
II. Aufzug: ca. 55 Min.
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
Oktober 2015
25.10.2015 19:30 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / - / - / 100 / - € / G
30.10.2015 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
November 2015
03.11.2015 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung
9 / 15 / - / - / - / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
05.11.2015 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung
- / 15 / - / - / - / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
08.11.2015 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung
9 / 17,50 / - / - / - / 63 / 78 / 94 / - € / F
12.11.2015 19:30 - 22:30 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
15.11.2015 18:00 - 21:00 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / - / - / 94 / 109 € / F
Besetzung Okt 2015 - Nov 2015
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Musikalische Leitung: Patrick Lange, Sylvain Cambreling, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Lothar Baumgarte, Chor: Johannes Knecht

Don Fernando: Ronan Collett, Don Pizarro: Michael Ebbecke, Florestan: Eric Cutler, Michael König, Leonore: Rebecca von Lipinski, Rocco: Roland Bracht, Marzelline: Josefin Feiler, Jaquino: Daniel Kluge, Erster Gefangener: N. N. , Young Chan Kim, Juan Pablo Marin, Zweiter Gefangener: N. N. , Sebastian Peter, Ulrich Wand, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Fidelio

von Ludwig van Beethoven
in deutscher Sprache mit Übertiteln


Der Oper liegt eine Episode aus der Schreckensherrschaft der französischen Revolution zugrunde. J. N. Bouilly wollte selbst erlebt haben, was er 1798 in seinem Libretto Leonore oder Die eheliche Liebe schilderte: Einer Frau gelingt es in der Verkleidung eines Mannes, ihren Gatten aus dem Jakobiner-Kerker zu befreien. Der Text war Grundlage einer französischen und zweier italienischer Opern, bevor Beethoven seine Partitur für ein österreichisches Remake konzipierte.

In der österreichischen Monarchie mussten für Beethovens Oper alle Hinweise auf den revolutionären Kontext getilgt werden. Über den Stoff legte man die Schablone der guten königlichen Zentralgewalt, die die Machenschaften eines Intriganten vereitelt. Die emanzipatorischen Werte, für die der Gefangene Florestan schmachtet, wurden hinter religiöser Duldsamkeit camoufliert. Beethovens packende Musik freilich ist voll revolutionärer Dringlichkeit. Und seit Sigmund Freud wissen wir, dass das Zensierte und Verleugnete nicht einfach verschwindet: Als Abwesendes bleibt es anwesend.

Das macht die Analyse gerade auch der gesprochenen Dialoge spannend. Unsere Neuinszenierung verzichtet auf den rezeptionsgeschichtlichen Reflex, diese einzustreichen oder zu ersetzen. Stattdessen entwickelt sie ihr Raum- und Regiekonzept gerade auch im Ausgang von den gesprochenen Partien. Wir spielen Beethovens einzige Oper, die er zwischen 1805 und 1814 in drei Anläufen erarbeitete, in der Fassung letzter Hand, inklusive ihrer originalen Dialogszenen.

BERT NEUMANN, BÜHNENBILDNER (1960-2015)

NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Freitag, 30. Oktober 2015
  • Donnerstag, 5. November 2015

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

VORBERICHT IM SWR FERNSEHEN: "KUNSCHT!"

Vorbericht des SWR Fernsehen zur Premiere Fidelio
Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 25.10.2015
SWR2 „Journal am Mittag“, 26.10.2015
„[Eine] grandiose, in sich schlüssige Deutung eines musikalischen und – wie die Inszenierung deutlich macht - dramaturgischen Meisterwerks.“

„Fidelio ungekürzt“ von Rainer Zerbst
Stuttgarter Zeitung, 27.10.2015
„Beethovens Rettungsoper, üblicherweise als tönende Feier der Humanität verstanden, wird in Stuttgart zum Abschiedsgesang auf die Utopie von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“

„Abschied von den Idealen“ von Götz Thieme
Stuttgarter Nachrichten, 27.10.2015
„Um Menschliches geht es auch Sylvain Cambreling und dem Staatsorchester: Geradezu liebevoll gibt der Dirigent den Sängern zurückhaltendes Geleit, nachdrücklich treibt er selbst der Jubelmusik alle pathetischen Totschlag-Argumente aus, und zwingend formt er einen Bogen vom Singspiel des Anfangs bis zur großen Oper am Ende.“

„Belauscht mit Ohr und Blick“ von Susanne Benda
Salzburger Nachrichten, 28.10.2015
„[Sylvain Cambrelings musikalische Interpretation] setzt auf konsequente, straffe Durchleuchtung der Partitur, nicht auf Gefühl oder gar Pathos […]: kristallin, trennscharf, mit Röntgenblick auf selten so deutlich gehörte Details, instrumentale Querstände und vokale ‚Modernität‘, konstruktivistisch in der Anlage, fordernd, stringent.“

„Alles ruft hier überdeutlich: Überwachung!“ von Karl Harb
Esslinger Zeitung, 27.10.2015
Über Sylvain Cambreling und das Staatsorchester Stuttgart:
„[Sylvain Cambreling] reizt die aufbrechende, wenn man so will: revolutionäre Dynamik Beethovens konsequent aus, weiß aber auch zu schattieren und feine Farben auszukosten.“

Über die Inszenierung:
„[Jossi Wieler und Sergio Morabito haben] die viel kritisierte Spannung der Beethoven-Oper zwischen singspielhafter Privatheit und politischer Befreiungsaktion brisant und gegenwartsbezüglich aufgehoben, werkgetreu insofern, als jene Gegenwelten erhalten bleiben, statt die Anklage gegen Unmenschlichkeit, politische Haft und Machtmissbrauch zum Musiktheater-Kommentar des Amnesty-International-Jahresberichts zu reduzieren.“

„Start-up im Knast“ von Martin Mezger
DIE RHEINPFALZ, 28.10.2015
Über die Regieleistung von Jossi Wieler und Sergio Morabito:
„Jede Geste, jede Bewegung auch des Chores sitzt. Für solcheInszenierungen wurde das Wort Personenführung erfunden.“

Und am Ende muss Bloch weinen“ von Frank Pommer
Münchner Merkur, 28.10.2015
Über die ungekürzten Sprechtexte:
Wieler und Morabito haben immens intensiv und genau gearbeitet. Man hängt an den Lippen der Sänger, die in Schauspieler verwandelt wurden. Ein feines Netzwerk aus Wort und Gesang. Eine Genauigkeit, die frappierend ist und nur funktioniert, wenn ein Haus wie die Staatsoper auf ein leise nachbohrendes Regie-Duo bauen kann und auf ein ineinandergreifendes Ensemble.“

„Gefangen im Netz von Wort und Gesang“ von Markus Thiel
Reutlinger Generalanzeiger, 28.10.2015
Über Rebecca von Lipinski:
„Schauspielerisch wie sängerisch das Charisma in Person ist […] Rebecca von Lipinski als Fidelio. Wie sie die mutige Frau des politisch Gefangenen Florestan gibt, die sich als Mann verkleidet ins Umfeld von Kerkermeister Rocco einschleußt, ist von packender Glaubhaftigkeit. Bis hin zu ihrer Rückverwandlung im zweiten Akt, wenn sie ihren Mann mit der Pistole im Anschlag wie eine Lara Croft aus dem Kerker holt. Sängerisch ist ihre Verschmelzung von Musik und rollenbezogener Emotion einfach grandios.

Über den Staatsopernchor Stuttgart:
„Der Chor war eine Wucht, zupackend, klangstark und ausgewogen.“

Über das Staatsorchester Stuttgart unter Sylvain Cambreling:
„Ein weiterer Garant des Gelingens war das Orchester unter Sylvain Cambreling. Schlank und transparent klang das, mit wunderbar präsenten Holzbläsern und geschmeidigen Hörnern.“

„Allein gegen den Überwachungstaat“ von Armin Knauer
klassik.com, 25.10.2015
Über das Orchester unter Sylvain Cambreling:
„Von filigranen Holzbläsern und präzise intonierendem Blech bis zu warm timbriertem Streicherklang ist alles dabei, was man sich für einen vitalen, zu subtilem Pianissimo wie zu dynamischen Explosionen ebenso fähigen Beethoven-Klang wünscht.“

Über Rebecca von Lipinski als Leonore/Fidelio:
„In der Titelpartie brilliert Rebecca von Lipinski.“

Über Josefin Feiler als Marzelline:
„Als quirlige Marzelline mit schlanker und natürlicher Diktion in allen Registern begeistert Josefin Feiler.“

Über den Staatsopernchor Stuttgart:
„Gewohnt erstklassig agiert auch der Stuttgarter Staatsopernchor.“

„Die totale Überwachung“ von Thomas Gehrig
Ludwigsburger Kreiszeitung, 27.10.2015
Michael König (Florestan) und Rebecca von Lipinski (Leonore) sind ein sängerisch überzeugendes und darstellerisch berührendes Paar.“

„Liebe und Freiheit im Überwachungsstaat“ von Dietholf Zerweck
Fränkische Nachrichten, 28.10.2015
Über das Staatsorchester Stuttgart unter Sylvain Cambreling und die Sänger:
„Musikalisch bewegt sich die Aufführung auf hohem Niveau. Das nicht zuletzt dank des die richtigen Akzente und klare Konturen setzenden Dirigats von Sylvain Cambreling und des unter seiner umsichtigen Leitung nuancenreich spielenden Staatsorchesters Stuttgart. In der Titelrolle wartet Rebecca von Lipinski mit einem schön geführten, dramatischen Sopran und entschlossenen Spiel auf. Wie schon 1985 und 1998 - welche Leistung! - gestaltet Roland Bracht die Partie des Kerkermeisters Rocco mit fülligem Charakterbass und glaubhaft in der Darstellung. Michael Ebbecke, 1985 und 1998 noch der Don Fernando, leiht jetzt seinen expressiven Charakterbariton dem Don Pizarro. Als Don Fernando feiert der Bariton Ronan Collett mit Erfolg sein Rollendebüt, ebenso wie der Tenor Daniel Kluge als Jaquino und die Sopranistin Josefin Feiler als Marzelline. Mit ergreifend charaktervollem Gesang und intensivem Spiel debütiert der Heldentenor Michael König als Florestan in Stuttgart.

„Im Papierschredder werden Schicksale vernichtet“
von Dieter Schnabel
Schwäbische Post, 26.10.2015
Michael Ebbecke gibt als Gouverneur Pizarro vokal und szenisch brillant den bösen Schurken.“

„Willkommen im Überwachungsstaat“ von Werner Müller-Grimmel
Vorarlberger Nachrichten, 31.10.2015
„Das hohe Niveau des Chores macht das Haus zu einem Sonderfall in der mitteleuropäischen Musiktheaterlandschaft.“

„Vom Überwachungs- zum Verdrängungsstaat“ von Christa Dietrich
Neue Zürcher Zeitung, 10.11.15
„Nur selten erlebt man Beethovens Partitur derart klar artikuliert und schlank phrasiert – mit klug differenziertem Vibrato-Einsatz. Dieser Fidelio klingt noch lange nach.“

„Ein Schreckensbild unserer Zeit“ von Marco Frei
TRAILER

© Video: Norbert Goldhammer / Patrick Schuble
PROBENTRAILER

© Video: Norbert Goldhammer
INTERVIEW SERGIO MORABITO
HANDLUNG

HANDLUNG

Florestan war den Verbrechen des Staatsbeamten Pizarro auf der Spur. Bevor er sie öffentlich machen konnte, entführte Pizarro ihn und hält ihn seither im Keller eines Staatsgefängnisses fest, dem er als Gouverneur vorsteht. Sein Kerkermeister Rocco ist angewiesen, Florestan langsam verhungern zu lassen. Zwei Jahre nach seinem Verschwinden hält man Florestan allgemein für tot – mit Ausnahme seiner Frau Leonore, die ihn in Pizarros Gefängnis vermutet. Als Mann verkleidet und unter dem Namen Fidelio hat sie sich vor einem halben Jahr als Gehilfe des Kerkermeisters anstellen lassen.

ERSTER AKT
IM HOF EINES STAATSGEFÄNGNISSES

Marzelline, die Tochter des Kerkermeisters Rocco, wird von dem Schließer Jaquino bedrängt, von dem sie nichts mehr wissen will, seitdem sie sich in Fidelio verliebt hat. 
Auch ihr Vater Rocco befürwortet Marzellines neue Verbindung. Da Fidelio hervorragende Arbeit leistet, hofft Rocco, ihm mit der Hand Marzellines auch seine Amtspflichten übertragen zu können, denen er sich mit vorrückendem Alter immer weniger gewachsen fühlt.

Ein Schreiben warnt Pizarro vor einer unangekündigten Gefängnisinspektion durch den Minister. Vor dessen Eintreffen will Pizarro Florestan nun so schnell wie möglich beseitigen. Er versucht, Rocco mit dem Mord zu beauftragen, dieser findet sich aber lediglich dazu bereit, das Grab auszuheben.

Unterstützt von Marzelline gelingt es Fidelio, Rocco dafür zu gewinnen, die leichteren Gefängnisse zu öffnen. Bei dem unverhofften Hofgang demonstrieren die Häftlinge ihre innere Ungebrochenheit und Würde. 

Rocco berichtet Fidelio, dass Pizarro Fidelios Heirat mit Marzelline zugestimmt und auch erlaubt hat, dass er Rocco in den geheimen Kerker begleiten darf, um dort die Leiche eines todgeweihten Gefangenen verschwinden zu lassen.

ZWEITER AKT
IN FLORESTANS VERLIESS

Den verzweifelnden Florestan hält nur noch der Glaube an seine Unschuld, seine Zivilcourage und an seine Frau Leonore aufrecht. Er sinkt in eine Ohnmacht.

Rocco und Fidelio treten ein und graben sein Grab. 

Leonore erkennt den Gefolterten zunächst nicht, entscheidet sich aber, diesen auch dann zu retten, wenn er nicht der Gesuchte sein sollte.

Als Florestan erwacht, erkennt Leonore Florestan – er sie aber nicht.

Pizarro schickt Rocco und seinen Gehilfen fort. In der Absicht, Florestan zu erstechen, gibt er sich ihm zu erkennen. Da tritt Leonore dazwischen und offenbart ihre Identität als Florestans Frau. Sie kann Pizarro von dem geschwächten Florestan ablenken und mit einer Pistole in Schach halten. Ein Trompetensignal kündigt das Eintreffen des Ministers an. Pizarro flieht. Leonore und Florestan schließen einander
in die Arme.

Don Fernando, der Minister, erkennt in dem Gefangenen seinen totgeglaubten Freund.
Pizarro wird für seine Verfehlungen bestraft.
Alle feiern Leonores mutige Tat.