Informationen zur Platzauswahl

Bestplatzbuchung
Bei der Bestplatzbuchung entscheiden Sie sich für eine Platzkategorie und wählen die Anzahl der gewünschten Tickets aus. Innerhalb der gewählten Kategorie findet eine automatische Vergabe der Plätze statt, Sie erhalten die besten verfügbaren Plätze.
Saalplanbuchung
Bei der Saalplanbuchung wählen Sie Ihre Plätze persönlich und präzise im grafischen Saalplan aus. Starten Sie die Saalplanbuchung und entscheiden Sie sich für einen Bereich. Dort können Sie die Plätze per Mausklick auswählen.
Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrem Ticket entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können.

Informationen zum Online-Verkauf

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
Im Buchungsverlauf werden Ihnen Informationen zur Platzauswahl angezeigt.
Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und haben eine Gültigkeit von drei Jahren nach Ausstellungsdatum. Die Frist beginnt am 31.12. des Jahres, in dem der Gutschein erworben wird. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gegenwertes des Gutscheines ist nicht möglich. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle vorhandene Restguthaben werden in Form eines Restwertgutscheines ausgegeben. Eine nachträgliche Anrechnung eines Gutscheins auf einen bereits getätigten Kauf ist leider nicht möglich. Geschenkgutscheine können nicht für den Kauf von weiteren Geschenkgutscheinen eingelöst werden.
Abonnement eGutscheine
Ihre eGutscheine sind unter Ihrer persönlichen Kundennummer hinterlegt, sobald Ihnen Ihre Abonnementunterlagen zur Verfügung stehen.
eAbonnementgutscheine = Geldbetrag nach Freigabe einer Abonnementvorstellung
  • Gültigkeit bis Ende der Folgespielzeit
  • einsetzbar für alle Vorstellungen mit Ausnahme von Sonderveranstaltungen
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eWahlabonnementschecks = 15% Preisvorteil für alle Schauspiel-Repertoirevorstellungen im Schauspielhaus
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eErmäßigungsgutscheine = 20% Ermäßigung auf den Tageskassenpreis einer Repertoirevorstellung (wird über das System mit 0,00 € ausgewiesen)
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

So lösen Sie Ihre eGutscheine ein:
Melden Sie sich mit Ihrer persönlichen Kundennummer über Ihren Account an. Wählen Sie Ihre Eintrittskarte(n) aus und akzeptieren Sie die AGB. Darauffolgend erscheinen Ihre ausgewählten Gutscheinnummern unter „Gutschein“.  Aktivieren Sie die Einlösung und die automatische Zuordnung über „Gutscheine einlösen“. Änderungen der Gutscheinauswahl sind über „Gutschein zurücknehmen“ möglich. Nun prüfen Sie Ihre Eingaben und bestellen Ihre Karten.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
Mit Kreditkartenzahlung (VISA, Master, AMEX) oder per Bankeinzug/SEPA-Lastschriftverfahren (Nicht bei Neukunden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den telefonischen Kartenservice [0711. 20 20 90] ).
Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Gioachino Rossini

La Cenerentola

Aschenputtel
19:00 - 22:30 Uhr Opernhaus
Informationen
Opernhaus
Wieder im Repertoire
08. April 2018
Dauer
I.-III. Akt: 1 Std. 40 Min.
Pause: 30 Min.
IV. und V. Akt: 1 Std. 10 Min.
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
April 2018
08.04.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise G
13.04.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise G
21.04.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise G
Mai 2018
16.05.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise F
28.05.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise F
Juni 2018
01.06.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise G
Besetzung Apr 2018 - Jun 2018
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Musikalische Leitung: Marc Soustrot, Willem Wentzel, Regie: Frank Castorf, Bühne: Aleksandar Denić, Kostüme: Adriana Braga Peretzki, Licht: Lothar Baumgarte, Videoregie: Martin Andersson, Chor: Johannes Knecht, Dramaturgie: Ann-Christine Mecke

Faust: Atalla Ayan, Mephistopheles: Adam Palka, Valentin: Gezim Myshketa, Wagner: Michael Nagl, Margarethe: Mandy Fredrich, Siebel: Sophie Marilley, Marthe: Fredrika Brillembourg, Kamera und Bildgestaltung: Tobias Dusche, Daniel Keller, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Faust

von Charles Gounod
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Altersempfehlung


In der Mitte des 19. Jahrhunderts war man in Frankreich fasziniert von der Faust-Legende. Es entstanden Rührstücke, Komödien und Zauberstücke auf Basis von Goethes Drama. Charles Gounod folgt mit seiner 1859 uraufgeführten Oper diesem Trend. Faust ist bei ihm kein grüblerischer Wissenschaftler, sondern ein einsamer Mann auf der Suche nach Liebe; Mephisto ist kein zynischer Philosoph, sondern ein Magier, der Geld, Frauen und rauschhaftes Vergnügen besorgen kann. Französische Kriegsbegeisterung vermischt sich mit einem unerfüllbaren Ideal von »Unschuld«, simple Freude an Theaterzauberei trifft auf eines der tiefsinnigsten Dramen der Literaturgeschichte, eine intime Liebesgeschichte wird zur großen Choroper.
Mit dem Staatsopernchor Stuttgart

#OPERNBLOG

Mehr Texte, Bilder, Ton- und Videodokumente zur Produktion finden Sie im Blog der Oper Stuttgart auf operstuttgart.wordpress.com

NACH(T)GESPRÄCH

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Samstag, 21. April 2018

AUTOGRAMMSTUNDE

  • Freitag, 13. April 2018

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

Hier können Sie sich aber auch bereits im Vorfeld und bequem zu Hause auf Ihren Theaterbesuch einstimmen und Wissenswertes zur Inszenierung erfahren - als Stream oder als Download:

© Audio-Mitschnitt: Oper Stuttgart | Foto: Thomas Aurin
Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 30.10.2016
Deutschlandradio Kultur "Fazit", 30.10.2016
„Ein subtiles Gesamtkunstwerk. […] Gesangsglück an einem Abend, das […] mit einem Regieglück einhergeht.“

„Frank Castorf inszeniert in Stuttgart Gounods ‚Faust‘“ von Rainer Zerbst
Nachtkritik, 30.10.2016
Frank Castorfs Inszenierung entstaubt die alte Oper, und das hat einen hohen Unterhaltungswert. Wegen der krassen, oft nervösen Bilderwelt und den vielen ironischen Brechungen.“

„Explosiv und kräftig kontrastierend befeuert das Orchester in der Leitung Marc Soustrots die Massenszenen, in denen der stimmlich vielfarbige Staatsopernchor wie immer sehr beweglich und spielfreudig agiert. Während der Arien herrscht Ruhe auf der Bühne, die Sänger*innen dürfen bei sich sein: Tenor Atalla Ayan als schöner Faust mit kräftigem, sattem, leuchtendem, italienischem Timbre. Mandy Fredrich als Margarethe mit brillantem, intonationssicherem, in allen Registern klangschönem Sopran.“

"Der schlanke, geschmeidige, charismatische Adam Palka singt [Mephistopheles] mit prächtig schmetternder Tiefe und spielt ihn mit vampireskem Charme.“

„Das Ensemble beindruckt durchweg durch darstellerische und stimmliche Wahrhaftigkeit: Gezim Myshketa als Margarethes Bruder Valentin und Iris Vermillion als Nachbarin Marthe wie auch der junge Siebel, [die] dunkel gelockte, warm timbrierende Mezzosopranistin Josy Santos.“

„Die letzte Voodoo-Cocktailparty“ von Verena Großkreutz
KlassikInfo, 30.10.2016
„Frank Castorf entdeckt in Stuttgart die sinnlichen Abgründe in Gounods Faust, auch gesungen und musiziert wird großartig.“

„Mephisto à Paris“ von Klaus Kalchschmid
Deutschlandradio "Studio 9", 31.10.2016
„Pralles Theater […] ein absolut grandioses Ensemble […].“

Frühkritik von Franziska Stürz
BR-KLASSIK, 31.10.2016
„Vergnüglich ist [Gounods Oper] auf jeden Fall, berührend auch, und ergänzt um [Regisseur Frank] Castorfs Einfälle sogar spektakulär. Ein toller Hexentanz um Glamour, Glanz und Elend.“

„Frank Castorf inszeniert Gounods ‚Faust‘" von Peter Jungblut
Die deutsche Bühne, 31.10.2016
Marc Soustrot als Gast am Dirigentenpult findet mit dem bestens aufgelegten Orchester einen ganz eigenen Gounod-Sound.“

„Das Sängerensemble ist in allen Partien großartig. Atalla Ayan gibt dem Titelhelden italienisches Timbre, französische Geschmeidigkeit und große expressive Tragkraft. Adam Palka ist darstellerisch wie vokal ein Mephisto von überragender fesselnd-finsterer Präsenz. Und Mandy Friedrich singt eine ungewohnt lyrische Margarethe – was ihr an perlender Brillanz fehlt, erstattet sie den Zuhörern aber durch expressive Innigkeit reichlich zurück, in milde leuchtendem Timbre, mit großer Geschmeidigkeit, auch in den großen Ensembles stets tragend. Die Hosenrolle des Siebel wird von Castorf erheblich aufgewertet und neu gedeutet: eine zunehmend selbstbewusste, dabei selbstlos liebende Lesbe als Gegenentwurf zu Fausts egoistischer Liebe. Josy Santos vom Stuttgarter Opernstudio beglaubigt das szenisch stark und singt die Partie mit bezaubernd warmem, sinnlich schimmerndem Timbre. Gezim Myshketa ist ein markig finsterer Valentin, Iris Vermillion eine mondän auftrumpfende Marthe, Michael Nagl ein gut profilierter Wagner. Und der von Johannes Knecht einstudierte Chor zeigt, wie immer in Stuttgart, szenisch wie sängerisch eindrucksvolle Statur.

„Das System Castorf“ von Detlef Brandenburg
Die Welt, 31.10.2016
„Großartige Opernstunden.“

„Der brasilianische Tenor Atalla Ayan in der Titelrolle [setzt sich] mit honigleuchtendem Timbre an die Spitze des fabelhaft geschlossenen „Faust“-Ensembles.“

„Bei Stalingrad ist der Teufel los“von Manuel Brug
Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2016
„[Ein] starker Saisonstart am frisch gekürten ‚Opernhaus des Jahres‘.“

„Schlaksig nonchalant umgarnt Adam Palka [als Mephistopheles] die verdammten Menschenkinder […]. Seine Figur [lebt] von einer starken musikalischen Interpretation ebenso wie vom mimischen Spiel in der Großaufnahme. Gekonnt changiert auch Mandy Fredrich als Margarethe zwischen berechnendem Materialismus und verletzlicher Emotionalität. Mit lebendigem und wendigem Sopran, augenzwinkerndem Spiel mit der Kamera und einer markanten Bühnenpräsenz zeichnet sie ihre Figur bis zum Schluss mehrdeutig. […] Zu diesen starken Figuren gesellt sich […] Atalla Ayan als Titelheld mit warmem und kräftigem Tenor. Und als Gegenstück zum dichten Bühnengeschehen lässt das Staatsorchester Stuttgart unter der Leitung von Marc Soustrot immer wieder mit differenzierter Klanglichkeit und dynamischem Vorwärtstrieb aufhorchen.“

„Zu mir die Kraft mächtiger Triebe“ von Thomas Gerber 
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2016
„Der famose Kapellmeister Marc Soustrot, sein glänzend aufgelegtes Orchester, der von Johannes Knecht prachtvoll präparierte Staatsopernchor, sie stürmen durch Gounods Partitur wie in einem Festrausch: Schnell, gelenkig, leicht und witzig tönt das, doch machtvoll aufrauschend, mit dunkel dröhnendem Posaunenton, wenn es ernst wird […].“  

„Eine Parade glanzvoller Debüts.“

„Gounod statt Goethe“
von Eleonore Büning
neue musikzeitung, 01.11.2016
„[Frank Castorf] lotet das Stück in einer Tiefe aus, vor der sich viele mit allfälligem szenischen Mummenschanz herumdrücken. Er entfaltet einen geradezu subtilen Humor, macht seinen Teufel nicht zu einem plumpen Verführer und Possenreißer des Bösen, sondern zu einem Flaneur durch die Abgründe des Menschlichen, von denen er eine ganze Menge weiß. Dabei setzt er seine bewährten Mittel, wie die Live-Übertragung von auf der Bühne nicht sichtbaren Szenen oder von Nahaufnahmen so souverän ein, dass sie nie aufgesetzt wirken, sondern durchweg eine zusätzliche szenische Dimension eröffnen.“

„Wie [der Bühnenbildner Aleksandar Denić] hier Paris auf einen optischen Nenner bringt, das ist ein kleines Wunder. […] Es ist ein Paris im Sepia-Dämmer, wie es sich in Träumen von dieser Stadt in Erinnerung bringt. Es ist eine opulente Verführung, in der sich alle Schauplätze mühelos imaginieren lassen.“

„Stuttgart bietet ein Ensemble auf, dass man sich besser kaum wünschen kann. Das fängt bei der dramatisch präsenten Frau Marthe von Iris Vermillion und Josy Santos als Gretchen-Verehrer Siebel an. Die macht ihn hier mit erheblichem Sexappeal zur begehrenden Freundin. Mandy Fredrich durchmisst vokal bestechend und darstellerisch hinreißend die ganze Tragödie einer jungen Frau, die am Ende, nach allem gerichtet und gerettet, im Bistro allein und verlassen Tabletten in ihr Glas schüttet und uns über ihr Schicksal im Unklaren lässt. Mit wunderbar geschmeidiger Höhe glänzt Atalla Ayan als smarter Faust-Hallodri. Dass der Teufel allemal die besten Darstellerkarten hat, beweist Adam Palka mit jedem Ton, jeder Grimasse, ob nun im Nadelstreif, in Uniform oder halbnackt. Sie alle sind Teil eines Faustwunders, das man so opernopulent, zeitebenendurchdacht, und gesamtkunswerksubtil dann doch nicht erwartet hatte.“

„Der Meister und Margarethe … – Frank Castorf inszeniert an der Oper in Stuttgart Charles Gounods ‚Faust‘“ von Joachim Lange
Basler Zeitung, 01.11.2016
„Eine ebenso bildstarke wie musikalisch bezwingende Produktion.“

„[…] Die Premiere […] wurde zum einhelligen Erfolg für alle Beteiligten – auch für das von Jossi Wieler geleitete Haus, das fast alle Partien mit Ensemblemitgliedern besetzen konnte.“ 

„Teufelsspiele im Kantilenenrausch“ von Sigfried Schibli
Stuttgarter Nachrichten, 02.11.2016
„Ein Ereignis!“

„In Frank Castorfs Regie und auf Aleksandar Denićs Drehbühne bietet die Oper Faust drei Stunden permanenter Überforderung, einen spielerischen Kitzel für Geist und Sinne, und man verlässt das Haus in einem Zustand beglückter Erschöpfung.

„Musiktheater als schillerndes Zeitpanorama“ von Susanne Benda 
Münchner Merkur, 02.11.2016
„Adam Palka, dieser schlangengeschmeidige, wuchtstimmige Bösewicht ist ein Weltklasse-Mephistopheles.“

„Ganz Paris singt von Enttäuschung“ von Markus Thiel
DIE ZEIT, 03.11.2016
„Wenn am Ende der Opernsaison wieder nach der Inszenierung des Jahres gesucht werden wird, hat dieser Stuttgarter Faust jedenfalls schon einmal mehr als gute Karten.“

„Ideologie statt Brause“ von Mirko Weber
HANDLUNG

HANDLUNG

1. TEIL

Erschöpft, traurig und einsam versucht der alte Faust vergeblich, sich das Leben zu nehmen. Wütend über seine eigene Angst vor dem Tod ruft er den Teufel herbei. Mephistopheles erscheint und bietet ihm Reichtum und Ruhm, doch Faust lehnt ab: Er möchte seine Jugend mit ihren Leidenschaften zurück. Mephistopheles sichert ihm das zu und fordert im Gegenzug ewige Dienerschaft »dort unten«. Als Faust zögert, erscheint ihm Margarethe. Fasziniert von ihr lässt er sich auf den Pakt ein und wird wieder zu einem jungen Mann.

In einer Gruppe feiernder Soldaten betet Valentin für seine Schwester Margarethe und hofft, dass ihr Medaillon ihm Glück in der bevorstehenden Schlacht bringen möge. Als Wagner ein heiteres Lied anstimmt, drängt sich Mephistopheles in die Runde. Ungefragt sagt er Wagner dessen Tod in der Schlacht voraus. Auch Valentin und dem in Margarethe verliebten Siebel prophezeit er Unglück. Als Mephistopheles Margarethes Namen nennt, attackiert Valentin ihn. Schließlich kann er ihn mit einem improvisierten Kreuz vertreiben.
Faust trifft auf Margarethe und spricht sie an. Dass sie vor ihm davonläuft, steigert sein Interesse nur.
Siebel pflückt Blumen für Margarethe und plant, ihr endlich seine Liebe zu gestehen.

Mephistopheles lässt Faust vor Margarethes Haus zurück, um wertvolle Geschenke für Margarethe zu besorgen. Allein kommen Faust Zweifel, ob er seine Bemühungen weitertreiben soll, doch Mephistopheles hinterlegt die Präsente und versteckt sich mit Faust.
Margarethe versucht, nicht an den jungen Mann zu denken, der sie angesprochen hat. Als sie die Geschenke findet, ist sie begeistert. Margarethes Nachbarin Marthe bestärkt sie, den Schmuck anzunehmen.
Faust und Mephistopheles verwickeln die Frauen in Gespräche. Während sich Marthe und Mephistopheles bald wieder trennen, kommen Faust und Margarethe sich näher. Als Margarethe vor weitergehenden Zudringlichkeiten flieht, ermuntert Mephistopheles Faust, ihr zu folgen.

2. TEIL

Faust hat Margarethe verlassen. Alleingelassen und verspottet sehnt sie sich nach ihm. Siebel tröstet Margarethe und versichert, nur noch freundschaftlich an ihrer Seite sein zu wollen.
Wagner ist im Krieg gefallen; die anderen Soldaten kehren siegreich zurück. Valentin bedrängt Siebel. Als Siebel nur ausweichend auf Fragen nach Margarethe reagiert, stürzt Valentin davon.

Faust möchte Margarethe wiedersehen, zögert aber, Kontakt aufzunehmen. Mephistopheles provoziert Valentin mit einem anzüglichen Ständchen. Valentin wirft empört das von Margarethe erhaltene Medaillon fort. Er fordert Faust zum Duell und wird erstochen. Vor den herbeigeeilten Bürgern verflucht der sterbende Valentin seine Schwester.
Margarethe bittet Gott um Vergebung, erhält aber nur Antwort von Mephistopheles, der ihre Schuldgefühle noch bestärkt. Ein Kirchenchor singt vom Tag des Jüngsten Gerichts.

Faust und Mephistopheles unter Irrlichtern und Hexen. Während Mephistopheles sich sichtlich wohl fühlt, sehnt sich Faust nur nach Margarethe und eilt schließlich zu ihr.
Faust findet Margarethe, die das gemeinsame Kind getötet hat, im Kerker. Sie erinnern sich gemeinsam an den Beginn ihrer Beziehung. Beide beteuern ihre Liebe; Margarethe möchte aber nicht mit Faust gehen. Sie verabschiedet sich.
Stimmen aus der Höhe erinnern an die Auferstehung Christi.
KURZFILM

KURZFILM ZUR PREMIERE 2016/17


© Kurzfilm von Tobias Dusche, 2016/17
DER SCHLÄFER IM TAL

BONUSTRACK "DER SCHLÄFER IM TAL"


© Video: Tobias Dusche, 2016/17