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Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrem Ticket entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können.

Informationen zum Online-Verkauf

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
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Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und haben eine Gültigkeit von drei Jahren nach Ausstellungsdatum. Die Frist beginnt am 31.12. des Jahres, in dem der Gutschein erworben wird. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gegenwertes des Gutscheines ist nicht möglich. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle vorhandene Restguthaben werden in Form eines Restwertgutscheines ausgegeben. Eine nachträgliche Anrechnung eines Gutscheins auf einen bereits getätigten Kauf ist leider nicht möglich. Geschenkgutscheine können nicht für den Kauf von weiteren Geschenkgutscheinen eingelöst werden.
Abonnement eGutscheine
Ihre eGutscheine sind unter Ihrer persönlichen Kundennummer hinterlegt, sobald Ihnen Ihre Abonnementunterlagen zur Verfügung stehen.
eAbonnementgutscheine = Geldbetrag nach Freigabe einer Abonnementvorstellung
  • Gültigkeit bis Ende der Folgespielzeit
  • einsetzbar für alle Vorstellungen mit Ausnahme von Sonderveranstaltungen
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eWahlabonnementschecks = 15% Preisvorteil für alle Schauspiel-Repertoirevorstellungen im Schauspielhaus
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eErmäßigungsgutscheine = 20% Ermäßigung auf den Tageskassenpreis einer Repertoirevorstellung (wird über das System mit 0,00 € ausgewiesen)
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

So lösen Sie Ihre eGutscheine ein:
Melden Sie sich mit Ihrer persönlichen Kundennummer über Ihren Account an. Wählen Sie Ihre Eintrittskarte(n) aus und akzeptieren Sie die AGB. Darauffolgend erscheinen Ihre ausgewählten Gutscheinnummern unter „Gutschein“.  Aktivieren Sie die Einlösung und die automatische Zuordnung über „Gutscheine einlösen“. Änderungen der Gutscheinauswahl sind über „Gutschein zurücknehmen“ möglich. Nun prüfen Sie Ihre Eingaben und bestellen Ihre Karten.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
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Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Informationen
Opernhaus
Premiere
3. Dezember 2017
Dauer
2 Stunden 15 Minuten (keine Pause)
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
Dezember 2017
03.12.2017 18:00 - 20:15 Uhr | Besetzung
- / 18 / - / 41 / 54 / 67 / 83 / 100 / 116 € / G
08.12.2017 19:00 - 21:15 Uhr | Besetzung
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Musikalische Leitung: Alejo Pérez, Regie: Peter Konwitschny, Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Bettina Bartz

Medea: Cornelia Ptassek, Iason: Sebastian Kohlhepp, Kreon: Shigeo Ishino, Kreusa: Josefin Feiler, Neris: Helene Schneiderman, 1. Brautjungfer: Aoife Gibney, 2. Brautjungfer: Fiorella Hincapié, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart
27.12.2017 19:00 - 21:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Januar 2018
08.01.2018 19:00 - 21:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
15.01.2018 19:00 - 21:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
31.01.2018 19:00 - 21:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
Februar 2018
05.02.2018 19:00 - 21:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 €
Besetzung Dez 2017 - Feb 2018
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Musikalische Leitung: Alejo Pérez, Regie: Peter Konwitschny, Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Bettina Bartz

Medea: Cornelia Ptassek, Iason: Sebastian Kohlhepp, Kreon: Shigeo Ishino, Kreusa: Josefin Feiler, Neris: Helene Schneiderman, 1. Brautjungfer: Aoife Gibney, 2. Brautjungfer: Fiorella Hincapié, Zwei Söhne von Medea und Iason: Johannes Rempp, Justus Laukemann / Ariles Slimani, Jasper Meyer-Eggen, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Medea

von Luigi Cherubini
in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Heiko Cullmann (Kritische Originalausgabe)
Bettina Bartz / Werner Hintze (Neue deutsche Textfassung)

Altersempfehlung für Schulklassen

Der Tragödiendichter Euripides gestaltet in seiner 431 v. Chr. uraufgeführten Medea eine Episode aus dem Argonauten-Mythos: Medea, Tochter des Königs von Kolchis am Schwarzen Meer, verliebte sich in den Griechen Iason, der mit ihrer Hilfe das Goldene Vlies raubte, und mit dem gemeinsam sie floh. Heimatlos zogen sie mit ihren beiden Kindern durch Griechenland. Kreon, der König von Korinth, wäre nun bereit, Iason und den Kindern Asyl zu gewähren, unter der Bedingung, dass er seine Tochter heiratet und sich dafür von der Barbarin Medea trennt. Euripides lässt – in Abkehr von der Überlieferung – die verratene und verstoßene Geliebte, Ehefrau und Mutter Amok laufen: sie mordet die Braut und ihre beiden Kinder. Diese Bluttat einer Frau hat nicht aufgehört, immer wieder neue Gestaltungen und Deutungsversuche zu provozieren.

Die bis heute gültigste musikalische Prägung erfuhr der Stoff durch Luigi Cherubini (1760-1842). Beethoven und Brahms betrachteten den in Frankreich tätigen Tonschöpfer als größten dramatischen Komponisten aller Zeiten, und die 1797 uraufgeführte Medea als sein Meisterwerk. Seitdem sich Maria Callas in den 1950er Jahren für das Werk erneut stark gemacht hatte, gehört es international zum Kernrepertoire. Ein Problem stellt die Fassungsfrage dar, denn Cherubini musste das Werk aus aufführungspraktischen Rücksichten mit gesprochenen Dialogen versehen. In Stuttgart wird das Werk in einer eigens angefertigten deutschen Übersetzung und Dialogfassung präsentiert.
Mit dem Staatsopernchor Stuttgart
Thema

#OPERNBLOG

Mehr Texte, Bilder, Ton- und Videodokumente zur Produktion finden Sie im Blog der Oper Stuttgart auf operstuttgart.wordpress.com

NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Freitag, 08. Dezember 2017
  • Mittwoch, 27. Dezember 2017
  • Montag, 05. Februar 2018

EINFÜHRUNG

Werkeinführung
Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.
Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSETIMMEN

zur Premiere am 03.12.2017
Frankfurter Rundschau, 05.12.2017
„Von der voranstürmenden Ouvertüre, rasant dargeboten unter dem Dirigat von Alejo Pérez, bis zum gnaden- und trostlosen Finale mit Entsetzensgekreisch und Donnereffekt ist das musikalisch ein Triumphzug. [Cornelia] Ptasseks herrlich auffahrende, tragisch grundierte, in Bestform befindliche Medea wird von erstklassigen Rollendebüts flankiert: An ihrer Seite Helene Schneiderman als Amme Neris, das personifizierte Mitgefühl. Ihnen gegenüber: die schnuckelige Konkurrentin Kreusa, Josefin Feiler mit lichtem Sopran, und deren Vater Kreon, Shigeo Ishino als überzeugender Charakterbariton. Sebastian Kohlhepp ist ein makelloser Tenor […].“

„[Peter] Konwitschny [erweist sich] einmal mehr als guter Zuhörer. Und als Liebhaber einer hervorragenden Personenführung. […] [Alles] ist lebendig und plausibel.“

„Das gewaltigste Bild ist ein stilles. Medea verbringt das Vorspiel zum Finale einen Apfel essend am Gestade, selbstgenügsam, versonnen lächelnd, mit sich im Reinen. Das ist schrecklicher als jeder Blutschwall, den es hier auch nachher nicht braucht.“

"Der grenzenlose Hass“ von Judith von Sternburg
Stuttgarter Zeitung, 05.12.2017
Cornelia Ptassek ist eine glutvoll bis an die Grenzen ihrer Stimme […] singende Medea, Shigeo Ishino ein vom Spiel geradezu durchdrungener, sehr klar artikulierender Kreon, Josefin Feiler mit ihrer Beweglichkeit und mit dem ungefährdeten Glanz ihres Soprans die Idealbesetzung für die junge Kreusa. Helene Schneiderman, immer noch technisch im Bestzustand, beweist in der Partie der Neris, dass eine grandiose Sängerdarstellerin wie sie selbst Nebenrollen groß machen kann. Und Sebastian Kohlhepp überzeugt als Iason mit enormem Detailreichtum in Stimmklang und Gestaltung […].“

„Du musst dein Leben ändern“ von Susanne Benda
Südwest Presse, 05.12.2017
„[Das] Staatsorchester spielte das in der Premiere unter Leitung von Alejo Pérez kompakt, mit Verve, rasant.“

„Großartig, wie Cornelia Ptassek die Medea verkörpert – ja verkörpert in aller Emotionalität.“

„Mit der Medea ist es dem Regiealtmeister [Peter Konwitschny] gelungen, das Publikum zu packen.“

„Médée, ins Deutsche entzaubert? Es ist ein neues Werk des spannenden Musiktheaters.“

„Deutsche Tragödie“ von Jürgen Kanold
Esslinger Zeitung, 05.12.2017
„[Cornelia Ptassek als Medea] vermag Melodisch-Inniges edel zu fokussieren und verleiht zugleich den giftigen Höhen die furiose Attacke von Verzweiflung und tödlichem Triumph.“

„Als Neris lässt Helene Schneiderman ihren wunderbar mild-expressiven Mezzo strömen.“

„Wahrhaft überragend schon von den fallenden f-Moll-Dreiklängen der Ouvertüre an das Staatsorchester in Alejo Pérez‘ Leitung. Der Dirigent entfesselt die Dynamik von Cherubinis Musik zu grandioser Wucht, ohne die Intensität des Leisen, die Transparenz der feinen, psychologisierenden Zwischentöne zu opfern. Ein erregendes Seelendrama tönt aus dem Graben.“

„Revolutionärin mit Deppenparade“ von Martin Mezger
Badische Neueste Nachrichten, 05.12.2017
„Die Titelrolle fordert eine Tragédienne von hohen Graden, für welche die zu allen Selbstentäußerungen fähige Cornelia Ptassek einen biegsamen, hellen Sopran aufbot, der Gesangskultur mit Leidenschaft verbindet […].“

„Den Jason sang Sebastian Kohlhepp mit einer bereits auf die zögernden Helden der deutschen Romantik vorausweisenden Pracht.“

„Eine Insel inmitten von Müll“ von Nikolaus Schmitt
Badische Zeitung, 05.12.2017
Über das Staatsorchester Stuttgart: „Fantastisch ist die orchestrale Wirkung gerade im dritten Akt bei der Introduktion und der finalen, hochdramatischen Sturmmusik. Exzellent auch die Sololeistungen, etwa bei den Kontrabässen oder beim Fagott in Neris’ großer Arie im zweiten Akt, die von Helene Schneiderman mit dramatischer Emphase gesungen wird.“

Sebastian Kohlhepps jugendlich-frischer Tenor verleiht dem Iason große Glaubwürdigkeit.“

„Schlampe in der Reality Soap“ von Alexander Dick
Die deutsche Bühne, 04.12.2017
„[In] Stuttgart [war] unter der Leitung des Gastdirigenten Alejo Pérez eine vorzügliche Ensembleleistung von Solisten, Choristen und Orchester und eine ausgesprochen facettenreiche, schlanke, aber spannungsvolle musikalische Interpretation zu erleben […].“

„In der Titelpartie gelang es Cornelia Ptassek, durch stilsicher dosierte expressive Vehemenz ihrer Figur vokale Seele und Kontur zu geben.“

Sebastian Kohlhepp sang den Iason mit klarem, schlankem und ausgesprochen kultiviertem Tenor […].“

„[…] Helene Schneiderman in der Partie der Neris sang ihre prominente Arie, vom Fagott ausgesprochen wohlklingend begleitet, mit viel Ausdruckskraft. Vorzüglich klangvoll und präsent war auch diesmal wieder der von Christoph Heil einstudierte Chor. Am Ende begeisterter Beifall.“

„Wenn Medea dreimal klingelt“ von Detlef Brandenburg
dpa-Meldung (bei BNN), 04.12.2017
„Mit ergreifender Emotionalität gibt Cornelia Ptassek (Sopran) ihrer Medea die durchdringende Stimme einer verzweifelten Frau, die ihrer Liebe nachtrauert – und Respekt fordert vor ihrem Unglück.“

„[Musikalisch] ist es ein blitzsauberer Abend. In den gut zwei Stunden mit teils tumultartigen Szenen lässt sich der bestens konzentrierte Alejo Pérez am Pult durch rein gar nichts aus der Ruhe bringen.“

„Brutale Tragödie: Medea in Stuttgart gefeiert" von Ulf Mauder
Schwäbische Zeitung, 04.12.2017
Cornelia Ptassek meistert die anspruchsvolle Titelpartie als furiose Sängerdarstellerin mit Bravour. Auch Sebastian Kohlhepp (Jason), Shigeo Ishino (Kreon), Josefin Feiler (Kreusa) und Helene Schneiderman (Medeas Vertraute Neris) singen und spielen überragend.“

„Showdown einer gescheiterten Ehe“ von Werner M. Grimmel
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2017
Zum Bühnenbild von Johannes Leiacker:
„In Stuttgart prägt Endzeitstimmung schon den Anfang: Der Müll quillt aus allen Ecken, die versiffte Küche wirkt wie aus einem schlechten Mafiafilm konzipiert, alles hängt und steht schief […].“
 
„[…] Alejo Pérez [heizt] dem Staatsorchester Stuttgart mächtig ein. Schon die kraftvoll musizierte Ouvertüre erzeugt einen abgründigen Sog. Die Musik rollt und ist nicht mehr aufzuhalten, temporeich, forciert und in feinaustariertem Dialog mit dem hochmotivierten Chor.“

„Das Gute hat hier noch nie gewohnt“von Christiane Wiesenfeldt
 

Neue Zürcher Zeitung, 06.12.2017
„Die Medea Konwitschnys spielt […] in einer Küche, entworfen von Johannes Leiacker. Es ist ein Ort des Geschlechterkampfes, und in diesem traditionellen «Frauengefängnis» ist die unangepasste Medea ein Fremdkörper. Dabei entwickelt die Produktion vor allem dort eine starke Sogwirkung, wo Humor sekundenschnell in blanken Horror umschlägt […].“

„Nichts als die nackte Wahrheit“ von Marco Frei
Münchner Merkur, 05.12.2017
„Kurzweilig ist diese Stuttgarter Inszenierung […], die immer wieder Komödiantisches durchbrechen lässt […].“
 
„Die Zweierszenen zwischen Iason und Medea, in denen man viel von (verdrängter) Liebe spürt, sind wie oft bei Konwitschny stark.“

„Küchenpsychologie aus Korinth“ von Markus Thiel
Das TheaterMagazin, 08.12.2017
"Ein verstörend großartiger Abend der Oper Stuttgart!"

"Stuttgart: Cherubinis 'Medea'" von Uwe Schweikert
HANDLUNG

HANDLUNG

1. AKT

Am Morgen ihrer Hochzeit mit Iason ist die korinthische Königstochter Kreusa bedrückt. Sie fürchtet Medea, die berüchtigte Exfrau ihres Verlobten, der nachgesagt wird, sie könne zaubern. Außerdem ist allgemein bekannt, dass Medea eine kolchische Königstochter war, die Iason nicht nur geholfen hatte, ihrem Vater im Auftrag der Griechen das kostbare Goldene Vlies zu rauben, sondern auf der Flucht auch noch ihren eigenen Bruder zerstückelte, um Iason mit seiner Argonauten-Truppe das Entkommen zu sichern. Danach fand das Paar in Griechenland nirgendwo ein Zuhause. Dass Medea durch eine List Pelias, Iasons thronräuberischen Onkel ermordet hatte, löste einen weiteren Rachefeldzug aus. Der Verfolgung sucht Iason durch die Trennung von Medea zu entgehen.
Kreon gewährt Iason Asyl in Korinth, im Gegenzug erhält er dessen wertvolle Beute: das Goldene Vlies. Die geplante Verbindung von Iason und Kreusa soll den Deal besiegeln.
In die Hochzeitsfeier platzt ein unerwünschter Gast: Medea. Der König beschimpft sie als Barbarin und Hexe und droht ihr mit Verbannung aus der Stadt. Medea will Iason unter vier Augen sprechen. Sie wirft ihm Verrat vor. Da sie ihn noch liebt, stellt sie ihn vor die Wahl: eine gemeinsame Zukunft oder blutige Rache. Iason denkt reumütig daran, wieviel Tränen und Blut das Goldene Vlies gekostet hat. Medea prophezeit, dass es noch mehr Opfer geben wird.

2. AKT
Die Dienerin Neris berichtet Medea von der aggressiven Stimmung der Korinther gegen sie. Indem sie sich vor Kreon erniedrigt, gelingt es Medea, die Verbannung aufzuschieben und einen letzten Tag in Korinth von ihm gewährt zu bekommen. Neris, die Medea von Kind auf kennt und umsorgt, begreift, dass ihr Leben bis zum Ende mit dem ihrer Herrin verknüpft sein wird.
Iason möchte von Medea im Guten Abschied nehmen. Doch ihre Forderung, die Söhne mitnehmen zu dürfen, weist er entschieden zurück. Er will mit den Kindern in Korinth eine neue Heimat finden. Sein Verhalten schürt Medeas Wut und Verzweiflung. Ein letztes Mal überkommt beide die tiefe Verbundenheit durch Liebe und Verbrechen. Schmerzvoll reißt er sich von ihr los und tritt vor den Traualtar, wo Kreon und Kreusa warten.
Während aus der Ferne schon die Festmusik zu hören ist, präpariert Medea mit Neris‘ Hilfe ein vergiftetes Kleid. Ihre Söhne sollen es der Braut als Hochzeitsgeschenk überbringen.

3. AKT
Ein Gewitter tobt, während Medea ihren Racheplan entwickelt. Sie ringt mit ihrem grausamen Entschluss, die eigenen Söhne umzubringen, um den undankbaren Vater zu bestrafen.
Schreie nach Rache übermitteln die Nachricht von Kreusas Tod. Neris will Iason zu Hilfe holen, um die Kinder im letzten Moment zu retten. Aber seine Söhne weilen bereits nicht mehr unter den Lebenden. Für einen Moment triumphiert Medea. Dann entlädt der Hass des Volkes von Korinth sich gegen die Fremden.