Informationen zur Platzauswahl

Bestplatzbuchung
Bei der Bestplatzbuchung entscheiden Sie sich für eine Platzkategorie und wählen die Anzahl der gewünschten Eintrittskarten aus. Innerhalb der gewählten Kategorie findet eine automatische Vergabe der Plätze statt, Sie erhalten die besten verfügbaren Plätze. Nummerierte Sitzplätze befinden sich in der Regel nebeneinander. Sollte an Ihrem Rechner Probleme mit Java auftreten, so erfolgt automatisch die Bestplatzbuchung.

Saalplanbuchung
Bei der Saalplanbuchung wählen Sie Ihre Plätze persönlich und sitzplatzgenau im grafischen Saalplan aus. Starten Sie die Saalplanbuchung und entscheiden Sie sich für einen Bereich. Dort können Sie die Plätze per Mausklick auswählen. Bei einigen Veranstaltungen wird die Saalplanbuchung nicht angeboten.

Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrer Eintrittskarte entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können. In der Regel handelt es sich dabei um Sitzplätze, in einigen Fällen stehen Ihnen jedoch auch Stehplätze zur Verfügung.

Sitz- oder Stehplatz je nach Verfügbarkeit
In der so bezeichneten Preiskategorie werden überwiegend (jedoch nicht garantiert) Sitzplätze angeboten. Unter Umständen werden auch Stehplatzkarten zum gleichen Preis zugeschickt. Ein bestimmter Wunsch bezüglich Steh- oder Sitzplatz kann in diesem Zusammenhang leider nicht erfüllt werden. Ein späterer Umtausch der gelieferten Eintrittskarten ist nicht möglich.

Sichteinschränkungen/Übertitel
Auf Grund von baulichen Gegebenheiten oder auch inszenierungsbedingt sind Einschränkungen der Sicht (auch auf die Übertitel, die in zahlreichen Vorstellungen angeboten werden) von bestimmten Plätzen möglich. Bitte erkundigen Sie sich nach eventuellen Beeinträchtigungen unter 0711. 20 20 90 (Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).
Nicht mehr zustellbar
bedeutet, dass die Veranstaltung zeitnah stattfindet und eine Lieferung der Eintittskarten nicht mehr möglich ist. Bitte wählen Sie als Alternative ‚Abholung der Eintrittskarten‘.

Nur 1 Eintrittskarte auswählbar / Einzelsitzplatz
über die Bestplatzbuchung können nur noch einzelne Plätze (keine zusammenhängende Plätze) in der entsprechenden Kategorie gebucht werden. Einzelsitzplätze sind vereinzelte Restplätze. Auch wenn eine größere Anzahl verfügbar ist, sind diese Plätze nicht zusammenhängend. Möglicherweise stehen über die Saalplanbuchung noch zusammenhängende Plätze zur Verfügung.

Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Informationen zum Online-Verkauf

Die Kartenbestellung im Saalplan basiert auf der Software Java. Aktuell wird die Ausführung dieser Software durch den Browserhersteller (z.B. Mozilla Firefox) auf Ihrem PC möglicherweise blockiert (Sie sollten daher immer die neueste Java-/Browser-Version installiert haben).

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
Im Buchungsverlauf werden Ihnen Informationen zur Platzauswahl angezeigt.
Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
im Online-Verkauf nicht möglich sind.
Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und haben eine Gültigkeit von drei Jahren nach Ausstellungsdatum. Die Frist beginnt am 31.12. des Jahres, in dem der Gutschein erworben wird. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gegenwertes des Gutscheines ist nicht möglich. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle vorhandene Restguthaben werden in Form eines Restwertgutscheines ausgegeben. Eine nachträgliche Anrechnung eines Gutscheins auf einen bereits getätigten Kauf ist leider nicht möglich. Geschenkgutscheine können nicht für den Kauf von weiteren Geschenkgutscheinen eingelöst werden.
Abonnement eGutscheine
Ihre eGutscheine sind unter Ihrer persönlichen Kundennummer hinterlegt, sobald Ihnen Ihre Abonnementunterlagen zur Verfügung stehen.
eAbonnementgutscheine = Geldbetrag nach Freigabe einer Abonnementvorstellung
  • Gültigkeit bis Ende der Folgespielzeit
  • einsetzbar für alle Vorstellungen mit Ausnahme von Sonderveranstaltungen
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eWahlabonnementschecks = 15% Preisvorteil für alle Schauspiel-Repertoirevorstellungen im Schauspielhaus
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eErmäßigungsgutscheine = 20% Ermäßigung auf den Tageskassenpreis einer Repertoirevorstellung (wird über das System mit 0,00 € ausgewiesen)
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

So lösen Sie Ihre eGutscheine ein:
Melden Sie sich mit Ihrer persönlichen Kundennummer über Ihren Account an. Wählen Sie Ihre Eintrittskarte(n) aus und akzeptieren Sie die AGB. Darauffolgend erscheinen Ihre ausgewählten Gutscheinnummern unter „Gutschein“.  Aktivieren Sie die Einlösung und die automatische Zuordnung über „Gutscheine einlösen“. Änderungen der Gutscheinauswahl sind über „Gutschein zurücknehmen“ möglich. Nun prüfen Sie Ihre Eingaben und bestellen Ihre Karten.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
Die Kaufbestätigung wird Ihnen automatisch per E-Mail an die von Ihnen eingetragene Mail-Adresse zugesandt, nachdem die zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wurde.
Mit Vorlage der ausgedruckten Kaufbestätigung können Eintrittskarten in der Theaterkasse bzw. an der entsprechenden Vorstellungskasse, Geschenkgutscheine ausschließlich in der Theaterkasse (Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr) abgeholt werden.
Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
Bezahlung
Mit Kreditkartenzahlung (VISA, Master, AMEX) oder per Bankeinzug/SEPA-Lastschriftverfahren (Nicht bei Neukunden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den telefonischen Kartenservice [0711. 20 20 90] ).
Rückgaben / Umtausch
Wir bitten Sie, vor dem Aktivieren der zahlungspflichtigen Bestellung Ihre Angaben genau zu prüfen, da Eintrittskarten und Gutscheine weder zurückgenommen noch umgetauscht werden können.

Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Informationen
Opernhaus
Premiere
28. Juni 2015
Dauer
Erster Teil: ca. 1 Std. 30 Min.
Pause (nach dem II. Aufzug): ca. 25-30 Min.
Zweiter Teil: ca. 35 Min.
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
April 2016
27.04.2016 20:00 - 22:45 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
Mai 2016
02.05.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
9 / 15 / - / - / - / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
21.05.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Musikalische Leitung: Giuliano Carella, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Lothar Baumgarte, Chor: Johannes Knecht

Herzog von Mantua: Atalla Ayan, Rigoletto: Francesco Landolfi, Gilda: Mirella Bunoaica, Graf von Monterone: Roland Bracht, Graf von Ceprano: Eric Ander, Gräfin von Ceprano: Josy Santos, Marullo: Ronan Collett, Borsa: Ian José Ramirez, Sparafucile: Liang Li, Maddalena: Stine Marie Fischer, Giovanna: Carmen Mammoser, Page: Roman Poboinyi, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart
28.05.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Juni 2016
18.06.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
24.06.2016 19:00 - 21:45 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Juli 2016
01.07.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
- / - / - / - / - / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
10.07.2016 14:00 - 16:45 Uhr | Besetzung
9 / 15 / 21,50 / 32 / - / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
12.07.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
15.07.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
- / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
18.07.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
25.07.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung
9 / 15 / - / - / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
September 2016
24.09.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Oktober 2016
01.10.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
08.10.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
13.10.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
22.10.2016 19:00 - 21:45 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
25.10.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
November 2016
09.11.2016 19:30 - 22:15 Uhr | Besetzung | iCal | Kartenbestellung
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
26.11.2016 19:00 - 21:45 Uhr | Besetzung | iCal | Kartenbestellung
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
Dezember 2016
07.12.2016 | Besetzung | Kartenbestellung
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
12.12.2016 | Besetzung | Kartenbestellung
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
16.12.2016 | Besetzung | Kartenbestellung
9 / 18 / 27 / 41 / 54 / 67 / 83 / 100 / 116 € / G
Besetzung Apr 2016 - Dez 2016
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Musikalische Leitung: Giuliano Carella, Lorenzo Viotti, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Lothar Baumgarte, Chor: Johannes Knecht

Herzog von Mantua: Atalla Ayan, Ivan Magrì, Atalla Ayan (Szene), Andrea Shin (Gesang), Rigoletto: Francesco Landolfi, Tito You, Markus Marquardt, Gilda: Mirella Bunoaica, Lenneke Ruiten, Ana Durlovski, Graf von Monterone: Roland Bracht, Graf von Ceprano: Eric Ander, Michael Nagl, Padraic Rowan, Gräfin von Ceprano: Josy Santos, Idunnu Münch, Marullo: Ronan Collett, Ashley David Prewett, Borsa: Ian José Ramirez, Kai Kluge, Thomas Elwin, Sparafucile: Liang Li, Maddalena: Stine Marie Fischer, Ezgi Kutlu, Giovanna: Carmen Mammoser, Page: Roman Poboinyi, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Rigoletto

von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Giuseppe Verdis Oper basiert auf Victor Hugos Drama Der König amüsiert sich, das nach einmaliger  Aufführung 1832 in Paris sofort verboten wurde und 50 Jahre lang nicht gespielt werden durfte. Verdi war bewusst, dass bei dieser Stückwahl Ärger mit der Zensur vorprogrammiert war. Dennoch gelang es ihm, seine Oper ohne wesentliche Eingriffe in die Dramaturgie Victor Hugos 1851 zu einer umjubelten Premiere zu führen. Nach der beispiellosen Erfolgsgeschichte von Verdis Oper, die bis heute international zu den meistgespielten Werken des Repertoires zählt, ist es gar nicht so leicht, sein eigentliches Skandalon noch zu entdecken. Wieler, Morabito und Neumann gehen dieser Frage nach der gesellschaftlichen und politischen Radikalität des Hugoschen Diskurses in seiner Verdischen Brechung nach. Manches deutet darauf hin, dass diese Radikalität in einer beispiellosen Absage an die Idee eines Subjekts der Geschichte besteht. Der Herrscher ist ein jugendlicher Libertin, der nur dem Rausch und dem Vergnügen lebt, während er sich als politisches Subjekt von seinem Hofnarren vertreten lässt, der an seinem Hof ein Terrorregime errichtet hat. Das Scheitern zentraler Forderungen der Französischen Revolution („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“), der Aufstieg und Fall Napoleons, die aus der Juli-Revolution hervorgegangene neue kapitalistischen Machtelite und deren Korruption, all das bündelt Hugo im Zerrspiegel seines Dramas zu einem finsteren Endspiel, in dem Geschichte zur Groteske erstarrt. Statt des Tyrannen mordet die Revolution in der Gestalt eines Narren ihre eigenen Kinder.


In der Mediathek von SWR Fernsehen:
"Oper für alle - Rigoletto"
Eine zweistündige Reportage des SWR zu Verdis Meisterwerk an der Oper Stuttgart. Lars Reichow, der unter anderem das SWR-Kulturmagazin „KUNSCHT!“ moderiert, und 3sat-"Kulturzeit"-Redakteurin Susan Christely begleiten die Vorstellung hinter den Kulissen.

NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Samstag, 22. Oktober 2016

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

Hier können Sie sich aber auch bereits im Vorfeld und bequem zu Hause auf Ihren Theaterbesuch einstimmen und Wissenswertes zur Inszenierung erfahren:

Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 28.06.2015
Stuttgarter Nachrichten, 29.06.2015
„Markus Marquardt in der Titelpartie, Ana Durlovski als Gilda, Atalla Ayan als Herzog und Liang Li als Sparafucile sind ebenso glänzend wie der Männerchor und das Orchester unter Sylvain Cambreling. Ein Jubelabend!“

Nachtnotiz „Rigoletto in der Oper Stuttgart“ von Susanne Benda
Die ausführliche Kritik hier.
Stuttgarter Zeitung, 29.06.2015
„[…] Brilliant in der szenischen Ausarbeitung und intelligent anspielungsreich.“

Nachtkritik „Giuseppe Verdis Rigoletto als Revolutionsdrama“ von Götz Thieme
Die ausführliche Kritik hier.
faustkultur.de, 01.07.2015
„Mit ihrer Interpretation haben [die Regisseure Jossi Wieler und Sergio Morabito] zum Ende der Saison einen ganz großen Wurf gelandet. Der anhaltende Schlussapplaus war mehr als berechtigt. Für das Regieteam, für die Solisten, für den Chor, für das Orchester und für seinen Dirigenten Sylvain Cambreling.“
 
„Der Fluch des Alten“ von Thomas Rothschild
Badische Neueste Nachrichten, 30.06.2015
Über das Dirigat:
„[Sylvain Cambreling] macht diesen ‚Rigoletto‘ zu einer fast neuen Erfahrung. Vom donnernden, sich mächtig aufbäumenden Crescendo des Trompeten- und Posaunen-Fortissimo im knappen Vorspiel über die präzise verblendeten Einwürfe der Bühnenorchester und die wie ein Erbe der Buffo-Oper anmutenden Tanznummern und Ensembles hin zu der Sturm-Szene, die man selten so schaurig und brutal gehört hat, entfacht er Verdis Farbenreichtum auf exemplarische Weise.“

Über die Inszenierung:
„Ein Spiel, das einen ob seiner Intensität nicht mehr loslässt.“

„Der Narr ist der König – und das Monster“ von Nikolaus Schmidt
operalounge.de, 01.07.2015
Über die Gesamtleistung:
„Das war ein rundum gelungener festlicher Saisonabschluss, den das Premierenpublikum denn auch langanhaltend frenetisch feierte.“

Über das Dirigat:
Sylvain Cambreling präsentierte (…) mit seinem fulminant aufspielenden Staatsorchester einen eindringlichen und spannungsgeladenen, so richtig unter die Haut gehenden Verdi. Ganz neu hörte man sogar die Mitsing-Wunschkonzert-Hits der populären Oper, da der Dirigent auch hier ganz bewusst auf retardierende Tempi und furiose dynamische Steigerungen setzte.“

Über die Sänger:
„[Markus Marquardt bot] mit seinem souverän und sicher geführten wuchtigen und ausdrucksstarken Heldenbariton [...] vokal und darstellerisch ein faszinierendes Rollenportrait. Ana Durlovski […] begeisterte nicht nur mit wunderbar lyrischen Belcanto-Tönen, sondern auch mit prächtigen Koloraturen. Atalla Ayan […]  sang sich als Herzog mit kräftig baritonal angehauchten, höhensicheren und schmelzenden Tenortönen nicht nur in Gildas Herz, sondern auch in die Herzen des Publikums. Für ein hohes vokales Niveau standen auch die übrigen Solisten, unter ihnen Roland Bracht (Monterone), Liang Li (Sparafucile) oder Anaik Morel (Maddalena), und natürlich die von Johannes Knecht perfekt einstudierten Herren das Staatsopernchors.

„Ambitioniert wie meist“ von Hanns-Horst Bauer
Ludwigsburger Kreiszeitung, 30.06.2015
Über die Gesamtleistung:
„Im Ganzen fasziniert dies Stuttgarter Verdi-Neuproduktion durch einfallsreiche, sorgfältige Regie und schlüssige Personenführung, grandiose Sänger und eine von Sylvain Cambreling mit dem Staatsorchester hinreißend musizierte Partitur.“

Über Markus Marquardt:
„[Markus Marquardts vokale Intensität macht] seine Darstellung der Titelfigur zum Ereignis.“

„Tragisches Spiel der Illusionen“ von Dietholf Zerweck
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2015
Über die Inszenierung:
„Eine schwarze Sicht auf ‚Rigoletto‘, die überzeugend Victor Hugos Horror-Romantik gegen den schönen Opern-Schein ins Recht setzt. Dieser freilich wurde nicht minder zwingend gewahrt.“

Über die Sänger:
Markus Marquardt verleiht der Titelpartie ein weites Spektrum aus wutvoller Wucht, erstickendem Innehalten und expressiver Expansion. Ana Durlovskis Darstellung der Gilda frappiert mit sicherer Höhen-Koloratur und ätherischen Pianissimi, ist aber auch energischen Aufbegehrens fähig. Glänzend gelingt auch Atalla Ayans Herzog-Rollendebüt mit einem Tenor, der noch näher am Lyrischen als am Spinto-Fach ist, aber zumal im grandios multiperspektivischen Quartett des dritten Akts elevatorisch wirkt.“

„Der Monstervater hat viele Masken“ von Gerhard R. Koch
Frankfurter Rundschau, 29.06.2015
Über den Staatsopernchor und das Dirigat:
„Wenn man über die fulminante musikalische Leistung des Abends spricht, kann man gerne mit den Herren des Opernchores beginnen. Sie singen wie ein Mann, unerhört scharf, präzise, kompakt, aus- und abschwellend nach Bedarf des Dirigenten Sylvain Cambreling. Und sein Bedarf ist erheblich, ein delikater, interessanter, unausgelaugter Giuseppe Verdi […] erklingt hier aus dem Graben.“

„Gildas liebster Sparring-Partner" von Judith von Sternburg
Esslinger Zeitung, 30.06.2015
Über das Staatsorchester Stuttgart, angeleitet von Sylvain Cambreling:
„Das Stuttgarter Staatsorchester in der Leitung von Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling liefert den passenden Soundtrack zu Wielers und Morabitos brillantem Bilderreigen. Mit straffem Elan, aber ohne jedwede routinierte Nummernopern- und Brio-Monochromie wird im Graben mit satter, doch jederzeit differenzierter Palette Verdis raffinierte Tongebung bis in die düsteren Seelenwinkel ausgeleuchtet.“

Über die Sänger:
Markus Marquardt [bewältigt] die Titelpartie mit grandioser singdarstellerischer Präsenz. Eine grazile vokale Wucht an seiner Seite: Ana Durlovski als sich von patriarchalen wie allzu blauäugigen Beziehungserwartungen ihres blaublütigen Lovers emanzipierende Gilda. Den gibt Atalla Ayan mit bemerkenswertem Belcanto-Timbre […]. Mit süß-satter Tongebung beglaubigt Liang Li das hochprofessionelle Handwerk seines Sparafucile.“

„Die Rache des Egomanen“ von Thomas Krazeisen
Die Rheinpfalz, 30.06.2015
Über das Dirigat:
„[Sylvain Cambreling] sorgt einerseits für einen bedrohlichen, die Nerven reizenden unheimlichen Soundtrack, der zu dem in manchen Augenblicken mit den Mitteln des Kinos arbeitenden Bühnengeschehen erklingt. Andererseits lässt er das Orchester mit viel Enthusiasmus in feuriger Italiantà aufblühen.“

Über die Sänger und den Staatsopernchor:
„Es wird bis in die kleinsten Partien hinein großartig gesungen. An der Spitze des Ensembles: Markus Marquardt in der Titelpartie. Marquardt ist ein Verausgabungskünstler, der aber trotz intensivsten Spiels nie die Kontrolle über seine gleichermaßen machtvolle wie warm tönende Stimme verliert. Einen wunderbar jugendlichen Heldentenor gibt Atalla Ayan in der Partie des Herzogs von Mantua, und die sängerischen Gestaltungsmöglichkeiten von Ana Durlovski als Gilda sind schlichtweg phänomenal. Ihre Stimme spricht auch in Extremlagen traumwandlerisch sicher an, wirkt nie unter Druck, sondern immer sauber und kultiviert geführt. Und neben den Solisten begeistert auch ein blendend aufgelegter Chor der Staatsoper Stuttgart.“

„Theater der Grausamkeiten“ von Frank Pommer
Fränkische Nachrichten, 30.06.2015
Über das Dirigat:
[Sylvain Cambreling] bringt mit dem Staatsorchester ebenso einfühlsam wie ausdrucksvoll die schroffen Gegensätze zum Klingen, von denen die Komposition lebt, das Dunkle und das Dämonische, die warme wie blutvolle Melodik, das Brio und die Grazie.“

Über Markus Marquardt:
„Mit einer stimmlich wie darstellerisch gleichermaßen kongenialen Interpretation, in der Rigolettos zwiespältiger Charakter transparent wird, wartet der über einen ebenso kraftvollen wie ausdrucksstarken Bariton gebietende Markus Marquardt auf.“

„Illusion und Wirklichkeit“ von Dieter Schnabel
Südkurier, 30.06.2015
Über Markus Marquardt und Ana Durlovski:
[Markus Marquardt] entwirft das Rollenporträt des Rigoletto mit ungemein körperlicher wie stimmlicher Präsenz und Vielschichtigkeit. Machtgelüste und Vatergefühle, Hybris und Depression –all das schwingt mit in Marquardts Darstellung, sein wandlungsfähiger Bariton zeichnet diese Dimensionen in allen Facetten nach. Großartig auch Ana Durlovski. Die Entwicklung der Gilda vom hörigen Töchterlein zur selbstbewussten Frau beglaubigt sie mit einem Sopran, dessen Spektrum von kleinmädchenhaftem Gezwitscher bis zu glutvoller Kantabilität reicht. Ihre Koloratursicherheit bis in stratosphärische Höhen […] ist kaum von dieser Welt.“

„Die Welt ist aus den Fugen“ von Frank Armbruster
HANDLUNG

HANDLUNG

Der Hofnarr Rigoletto verführt den jungen Herzog von Mantua zu immer neuen Ausschweifungen. Insgeheim hofft Rigoletto, dass diese Exzesse des Herzogs einen revolutionären Aufstand provozieren, der eine gesellschaftliche Neuordnung ermöglicht. Wegen seiner Rücksichtslosigkeit und aufgrund der Macht seines Witzes ist Rigoletto allen Höflingen verhasst, doch da er die Gunst des Herzogs besitzt, wagt man nicht, gegen ihn aufzubegehren.

ERSTER AUFZUG - ERSTES BILD
Im Palast des Herzogs von Mantua wird eine Orgie gefeiert. Im Rausch erzählt der Herzog dem Höfling Borsa von einem fremden Bürgermädchen, das er – selber unerkannt – bei ihren Kirchgängen umwirbt. Nach einer Affäre mit der Tochter des Edelmannes Monterone erregt nun auch die Gräfin Ceprano das erotische Interesse des Herzogs. Ihr Mann, Graf Ceprano, wird von Rigoletto verhöhnt.
Hinter Rigolettos Rücken verbreitet der Höfling Marullo die Neuigkeit, das „Monster“ Rigoletto habe eine Geliebte. Die Höflinge wittern eine Chance, den mächtigen Hofnarren zu Fall zu bringen.
Unerwartet unterbricht Monterone das Fest, um gegen die Entehrung seiner Tochter Anklage zu erheben. Als Rigoletto ihn demütigt, schleudert Monterone einen Fluch gegen den Herzog und seinen Narren.

ERSTER AUFZUG - ZWEITES BILD
In einer dunklen Gasse bietet der Auftragsmörder Sparafucile Rigoletto seine Dienste an. Die unerwartete Begegnung steigert Rigolettos Unruhe, die ihn seit dem Fluch Monterones ergriffen hat.
In einem abgelegenen Haus hält Rigoletto seine Tochter Gilda verborgen. Sie verkörpert für ihn alle Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Seine eigenen Machenschaften als Helfershelfer des Herzogs verschweigt er ihr. Stattdessen erzieht er sie nach den Idealen einer kommenden Gesellschaft, dabei von seiner politischen Weggefährtin Giovanna unterstützt.
Dem Herzog gelingt es, sich in das Haus des begehrten Bürgermädchens einzuschleichen. Gilda gegenüber gibt er sich als armer Student aus und erringt ihr Vertrauen und ihre Liebe. Geräusche vor dem Haus lassen Gilda die Rückkehr des Vaters befürchten. Überstürzt verabschiedet sie ihren Geliebten. Doch es sind die Höflinge, die in das Haus einsteigen wollen, um Rigolettos vermeintliche Geliebte zu entführen. Da nähert sich unerwartet Rigoletto. Die Höflinge behaupten, Gräfin Ceprano aus dem gegenüberliegenden Palast rauben zu wollen. Im Schutz einer undurchdringlichen Maske macht Rigoletto gemeinsame Sache mit ihnen. Zu spät erkennt er, dass er sich unwissentlich zum Helfer der Entführung seiner Tochter gemacht hat.


ZWEITER AUFZUG
Im Palast von Mantua bedauert der Herzog  Gildas Verschwinden. Da berichten ihm die Höflinge von der Entführung der vermeintlichen Geliebten Rigolettos. Der Herzog ist selig, die Vermisste in seinem  eigenen Schlafzimmer wiederzufinden.
Rastlos sucht Rigoletto nach seiner verschwundenen Tochter. Schadenfroh quälen ihn die Höflinge mit aufgesetzter Ahnungslosigkeit. Bald durchschaut Rigoletto die Situation, doch statt ihn ins Schlafzimmer eintreten zu lassen, zwingen ihn die Höflinge, seine Verzweiflung zu überspielen und weiterhin den Narren zu geben.
Gilda sieht ihren Vater zum ersten Mal im Narrenkostüm. Sie erklärt ihm, dass sie den Herzog liebe, und dass dieser an ihrer Entführung nicht schuldig sei.
Da tritt Monterone mit seiner Tochter herein. Bei diesem Anblick schwört Rigoletto, Monterones Fluch zu erfüllen und am Herzog schreckliche Rache zu nehmen.

DRITTER AUFZUG
Rigoletto hat Sparafucile mit dem Mord am Herzog beauftragt. Sparafuciles Schwester Maddalena hat den Herzog in das Wirtshaus ihres Bruders gelockt. Rigoletto führt Gilda an das Haus heran und zwingt sie, den handgreiflichen Flirt des Herzogs mit Maddalena zu beobachten. Dann befiehlt er ihr, die Stadt unverzüglich zu verlassen. Rigoletto gibt Sparafucile eine Anzahlung und verspricht, ihm den Rest des Geldes zu übergeben, sobald er die Leiche des Herzogs erhält.
Nachdem der betrunkene Herzog eingeschlafen ist, versucht Maddalena, ihren Bruder vom Mord an dem schönen Gast abzubringen. Nur widerwillig akzeptiert Sparafucile den Vorschlag, statt des Schlafenden den ersten Fremden zu töten, der in dieser Nacht an die Tür klopft. Gilda, die voll Sorge um ihren Geliebten und um ihren Vater zurückgekehrt ist, belauscht auch dieses Gespräch. Um das Leben des Herzogs zu retten, klopft sie an die Tür. Die Geschwister töten sie. Sparafucile übergibt Rigoletto ihre Leiche in einem Sack und lässt sich ausbezahlen. Rigoletto triumphiert. Als er den Sack in den nahen Fluss werfen will, hört er in der Ferne die Stimme des Herzogs. Im Sack entdeckt Rigoletto seine sterbende Tochter. Mit ihrem letzten Atemzug bittet sie den Vater um Vergebung für ihren Geliebten.
PROBENTRAILER
KURZFILM