Barbara Tacchini

Barbara Tacchini studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Nordistik an den Universitäten Basel und Freiburg im Breisgau. Sie war Dramaturgie- und Regieassistentin am Theater Basel, u.a. bei Christoph Marthaler und betreute als freie Dramaturgin verschiedene musikalische Uraufführungen, u.a. mit den Komponisten Matthias Heep und Daniel Ott. Im Schweizer Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover arbeitete sie als Regisseurin zusammen mit dem Architekten Peter Zumthor und dem Komponisten Daniel Ott und hatte die musikalische Betriebsleitung inne. Von 2001 bis 2006 war sie als Dramaturgin an der Staatsoper Hannover mit Schwerpunkt Konzert, Oper und Jugendprojekte engagiert. Dort realisierte sie u.a. Konzepte und Regie diverser szenischer Konzerte wie „around and around“, „outside“ und „Gipfeltreffen“ und inszenierte die Zeitoper „notstrom“ im Heizkraftwerk Linden Hannover. Als Dramaturgin arbeitete sie u.a. mit dem Komponisten und Regisseur Ruedi Häusermann an den Musiktheaterprojekten „Es ist gefährlich über alles nachzudenken was einem gerade einfällt“, „Gewähltes Profil: lautlos“ und „Randolph’s Erben“. Außerdem wirkte sie als Initiatorin von Kinder- und Jugendkompositionsworkshops und als Autorin diverser Kinderkonzerte. Von 2006 bis 2016 war Barbara Tacchini als Dramaturgin und Künstlerische Leiterin der Jungen Oper an der Oper Stuttgart engagiert. Sie verantwortete die Programmierung und Dramaturgie der Jungen Oper und entwickelte neue Formate und Methoden für die Musiktheaterpädagogik wie „Klangszenenspiel“. Neben zahlreichen Kinderkonzerten inszenierte sie die Opern „Momo“ von Matthias Heep, die eigene Adaption von Dvoráks Rusalka „Nixe“, „Alice im Wunderland“ von Johannes Harneit sowie Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ und entwickelte Musiktheaterproduktionen mit Profis und Laien.
Seit Herbst 2016 ist Barbara Tacchini für Marketing und Musikvermittlung des Kammerorchester Basel verantwortlich und arbeitet als freie Dramaturgin und Regisseurin für Musiktheater.
Martin Sigmund