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Freie Platzwahl
bedeutet, dass Sie mit Ihrem Ticket entsprechend den örtlichen Gegebenheiten Ihren Platz frei auswählen können.

Informationen zum Online-Verkauf

Bitte nutzen Sie im Falle der Blockade unsere Bestplatzbuchung oder wenden Sie sich an unseren  Telefonischen Kartenverkauf 0711. 20 20 90.

Bitte beachten Sie unsere AGB sowie nachfolgende Auszüge aus den allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.

Vorverkaufszeitraum
Der Kartenvorverkauf für Vorstellungen in allen Spielstätten und für Konzerte beginnt in der Regel datumsgleich zwei Monate vor dem Vorstellungstermin. Fällt der erste Vorverkaufstag auf einen Samstag oder Sonntag, beginnt der Kartenvorverkauf bereits am Freitag, bei einem Feiertag am Tag davor. Einige Veranstaltungen können im Online-Kartenverkauf nicht erworben werden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an unseren telefonischen Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr). Vorstellungen außerhalb der zuvor genannten Vorverkaufszeiträume können über das Online-Bestellformular bestellt werden. Bitte beachten Sie dabei unsere allgemeinen Informationen zum Kartenvorverkauf.
Platzauswahl
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Kartenpreise
Die Kartenpreise im Online-Verkauf beinhalten eine Servicepauschale von 1,00 € pro Eintrittskarte.
Ermäßigungen (außer Schauspielcard)
Bitte nutzen Sie hierzu den telefonischen Vorverkauf
unter 0711. 20 20 90, den schriftlichen Bestellweg oder
wenden Sie sich an unsere Theaterkasse, da Ermäßigungen
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Geschenkgutscheine
Geschenkgutscheine sind auf Dritte übertragbar und haben eine Gültigkeit von drei Jahren nach Ausstellungsdatum. Die Frist beginnt am 31.12. des Jahres, in dem der Gutschein erworben wird. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gegenwertes des Gutscheines ist nicht möglich. Der Geldwert wird mit dem Kaufpreis verrechnet (darüber liegende Differenzen können aufgezahlt werden). Eventuelle vorhandene Restguthaben werden in Form eines Restwertgutscheines ausgegeben. Eine nachträgliche Anrechnung eines Gutscheins auf einen bereits getätigten Kauf ist leider nicht möglich. Geschenkgutscheine können nicht für den Kauf von weiteren Geschenkgutscheinen eingelöst werden.
Abonnement eGutscheine
Ihre eGutscheine sind unter Ihrer persönlichen Kundennummer hinterlegt, sobald Ihnen Ihre Abonnementunterlagen zur Verfügung stehen.
eAbonnementgutscheine = Geldbetrag nach Freigabe einer Abonnementvorstellung
  • Gültigkeit bis Ende der Folgespielzeit
  • einsetzbar für alle Vorstellungen mit Ausnahme von Sonderveranstaltungen
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eWahlabonnementschecks = 15% Preisvorteil für alle Schauspiel-Repertoirevorstellungen im Schauspielhaus
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

eErmäßigungsgutscheine = 20% Ermäßigung auf den Tageskassenpreis einer Repertoirevorstellung (wird über das System mit 0,00 € ausgewiesen)
  • Gültigkeit in der laufenden Spielzeit
  • nicht kombinierbar mit anderen Abonnement-Gutscheinen

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Melden Sie sich mit Ihrer persönlichen Kundennummer über Ihren Account an. Wählen Sie Ihre Eintrittskarte(n) aus und akzeptieren Sie die AGB. Darauffolgend erscheinen Ihre ausgewählten Gutscheinnummern unter „Gutschein“.  Aktivieren Sie die Einlösung und die automatische Zuordnung über „Gutscheine einlösen“. Änderungen der Gutscheinauswahl sind über „Gutschein zurücknehmen“ möglich. Nun prüfen Sie Ihre Eingaben und bestellen Ihre Karten.
Zustellung / Abholung per Kaufbestätigung
Gegen eine Versandpauschale von 1,50 € können Eintrittskarten bzw. Geschenkgutscheine zugesandt werden, wenn der Zeitpunkt der Bestellung dies zulässt. Eine Haftung können die Staatstheater Stuttgart dafür nicht übernehmen.
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Nur ausgedruckte Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in den Verkehrsmitteln des VVS. Die ausgedruckten Kaufbestätigungen werden als Fahrtberechtigungen im VVS nicht akzeptiert.

Print@Home
Gültig ab Vorverkaufsbeginn. Bei uns können Sie print@home-Eintrittskarten rund um die Uhr online kaufen und selbst ausdrucken.
Dieser Buchungsservice steht Ihnen ohne Aufpreis bis 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn zu Verfügung und wird während der Buchung über die Auswahl der Versandart festgelegt.
Nach Abschluss des Kaufvorgangs wird die gewünschte print@home-Eintrittskarte als pdf-Datei angezeigt und kann sofort ausgedruckt werden.
Sie erhalten außerdem eine Kaufbestätigung an die von Ihnen hinterlegte Mail-Adresse mit der Eintrittskartendatei im Anhang.
Die Personalisierung jeder Karte mit Name und Geburtsdatum zum Schutz des Käufers verhindert eine missbräuchliche Vervielfältigung.
Jede print@home-Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Einlass nur in Zusammenhang mit einem gültigen Ausweis.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren telefonischen Kartenverkauf (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr).

print@home-Eintrittskarte = Fahrausweis
Ihre print@home-Eintrittskarte gilt ohne Aufpreis als Fahrkarte für  den öffentlichen Nahverkehr im VVS und wird automatisch auf der print@home-Eintrittskarte mit angedruckt. Bitte beachten Sie die notwendige Personalisierung während des Buchungsvorgangs.
Späteinlass
kann für bestimmte Vorstellungen ausgeschlossen sein. Unser telefonischer Kartenservice (0711. 20 20 90, Mo – Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr) gibt Ihnen gerne Auskunft!
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Technische Anforderungen / Hinweise und Datenschutz
Noch Fragen? 0711. 20 20 90
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Informationen
Opernhaus
Wieder im Repertoire
23. September 2017
Koproduktion der Oper Stuttgart und des Stuttgarter Balletts
Dauer
1. Akt: ca. 1 Std. 20 Min.
Pause ca. 25 Min.
2. Akt: ca. 1 Std. 06 Min.
Aufführungen, Besetzung, Kartenverfügbarkeit
September 2017
23.09.2017 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 17,50 / 25,50 / 38 / 50 / 63 / 78 / 94 / 109 € / F
28.09.2017 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / 91 € / E
Oktober 2017
05.10.2017 19:00 - 22:00 Uhr | Besetzung | iCal | Karten
9 / 15 / 21,50 / 32 / 42 / 53 / 65 / 78 / - € / E
Juni 2018
13.06.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise E
22.06.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise F
29.06.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise F
Juli 2018
05.07.2018 | Besetzung | Kartenbestellung
Preise E
Besetzung Sep 2017 - Jul 2018
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Musikalische Leitung: Marco Comin, Regie und Choreographie: Demis Volpi, Bühne und Kostüme: Katharina Schlipf, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Sergio Morabito, Ann-Christine Mecke

Gustav von Aschenbach: Matthias Klink, Reisender / Ältlicher Geck / Alter Gondoliere / Hotelmanager / Coiffeur des Hauses / Führer der Straßensänger / Stimme des Dionysos: Georg Nigl, Ashley David Prewett, Stimme des Apollon: Jake Arditti, William Towers, Apollon: David Moore, N.N., Hotelportier: Daniel Kluge, Bootsmann: Tommaso Hahn, Hotelkellner / Restaurantkellner: Michael Wilmering, Erdbeerverkäuferin / Straßensängerin: Aoife Gibney, Glasbläser / Straßensänger: Kai Kluge, Englischer Angestellter im Reisebüro: Ronan Collett, Fremdenführer in Venedig: Padraic Rowan, Bettlerin: Fiorella Hincapié, Spitzenverkäuferin: Catriona Smith, Zeitungsverkäuferin: Cristina Otey, Die polnische Mutter: Joana Romaneiro, N.N, Tadzio: Gabriel Figueredo, N.N., Mit: Schülern der John Cranko Schule, Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Der Tod in Venedig

Death in Venice

von Benjamin Britten
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Altersempfehlung


Ein Mann in einer Lebenskrise: Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach hat großen Erfolg mit seiner formvollendeten Kunst, aber eine unbestimmte Sehnsucht drängt ihn, nach etwas ganz Neuem und Fremden zu suchen. Und »wenn man über Nacht das Unvergleichliche, das märchenhaft abweichende zu erreichen wünschte, wohin ging man?« Natürlich nach Venedig!

Tatsächlich erweist sich Venedig als Ort, an dem Aschenbachs unterdrückte Wünsche in Erfüllung gehen könnten. Hier erlaubt sich Aschenbach, was für ihn bisher undenkbar war: Er lässt sich treiben, beobachtet immer ungenierter einen hübschen Jungen am Strand und gibt sich Tagträumen hin. Aber gleichzeitig scheint die Entspannung, die Aschenbach in Venedig erlebt, eine unaufhaltsame Bewegung zu Lächerlichkeit, Krankheit und Würdelosigkeit zu ermöglichen. Aschenbach ignoriert alle Warnzeichen und begegnet dem persönlichen Albtraum seiner selbst.

Benjamin Britten vertonte Thomas Manns berühmte Novelle 1973 auf der Grundlage eines Librettos von Myfanwy Piper, das die Handlung meisterhaft in Theaterbilder übersetzt. In seiner letzten Oper überrascht der britische Komponist mit vielfarbigen und exotischen Klängen – auch Britten hat sich in Venedig neu zu erfinden versucht.
Themen

"DER TOD IN VENEDIG" IN DEN MEDIEN

#OPERNBLOG

Mehr Texte, Bilder, Ton- und Videodokumente zur Produktion finden Sie im Blog der Oper Stuttgart auf  operstuttgart.wordpress.com

NACH(T)GESPRÄCHE

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Donnerstag, 28. September 2017

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

Hier können Sie sich aber auch bereits im Vorfeld und bequem zu Hause auf Ihren Theaterbesuch einstimmen und Wissenswertes zur Inszenierung erfahren:
© Audio-Mitschnitt und Foto: Oper Stuttgart
Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 07.05.2017
Frankfurter Rundschau, 09.05.2017
„Genialisch und entschlossen choreografiert und inszeniert von Demis Volpi.“

„[Demis Volpi] geht aufs Ganze. Der Tod in Venedig in Stuttgart tritt lebhaft und lebensgierig auf, unruhig, ausgeprägt E.T.A.-hoffmannesk. Unter der Leitung von Kirill Karabits ist die Musik auf diesem Weg unbedingt dabei, farbenreiche Abgründe tun sich auf und lassen in Innenwelten blicken und hören, in denen von Untätigkeit keine Rede sein kann.“

„Das Opulente, Durchdachte, klug Durchprobierte führten zu einem gewaltigen Schlussjubel.“

„Der hellwache Tod“ von Judith von Sternburg
Die deutsche Bühne Online, 08.05.2017
„So deutlich mehrdeutig zu bleiben, ist hohe Regie-Kunst.“

„In symbolhaft reduzierten, atmosphärisch dichten Handlungsorten und surreal starken Bildern seiner langjährigen Ausstattungspartnerin Katharina Schlipf legt [Regisseur Demis Volpi] von Aschenbachs aufgewühlte Psyche frei. […] Sowohl Volpi als auch Schlipf sind wunderbare Beobachter. Sie haben ihre Interpretation der dreistündigen Oper sehr clever und originell mit zahlreichen, hintergründigen, zeitgeistigen bis hin zu ironischen Details gespickt. […] Volpis grandiose Umdeutung zur Innenschau mit ihren wohl platzierten und -dosierten Tanzpassagen auf höchstem Niveau lässt das Publikum jeden Eindruck durch die Augen Aschenbachs erleben.“

„Schonungsloses Kopftheater“ von Vesna Mlakar
Stuttgarter Nachrichten, 08.05.2017
„Ebenso schlicht wie faszinierend.“

„Wenn man sich einlässt auf [Regisseur] Demis Volpis sehr eigenen Dialog von Stimmen und Körpern, auf die Art, mit der er als Choreograf stumme Figuren schlicht bewegt, anstatt sie kompliziert zu erklären, dann bemerkt man die Feinheit, mit der hier Bilder entwickelt und Personen gelenkt werden.“

„Großartiger als hier war der großartige Sänger-Darsteller Matthias Klink in Stuttgart noch nie: Weit ist der Ambitus seiner Stimme […] und als über drei Stunden hinweg dauerpräsenter Aschenbach verausgabt sich der Tenor mit Hingabe und packender Wirkung. Neben ihm ist Georg Nigl als mephistophelischer Todesbote in unterschiedlichster Gestalt ein lockender, zynischer, in der baritonalen Tiefe ebenso wie im künstlichen Falsett überzeugender Widerpart. Beide Sänger sind Idealbesetzungen […]. Und sie dürfen sich getragen fühlen von einem kammermusikalisch besetzten Orchester, das unter der Leitung von Kirill Karabits und mit einem klangfarblich extrem differenziert agierenden Rezitativ-Klavier (Stefan Schreiber) in höchster Konzentration und immer mit Blick auf die Bühne agiert.“

„Apollon ist tot – es lebe Dionysos!“ von Susanne Benda
BR-KLASSIK "Leporello", 08.05.2017
„Tenor Matthias Klink, [übertrifft] sich in der Rolle des Aschenbach selbst und [erreicht] hier ein künstlerisches Profil, das allein den Besuch der Aufführung nahe legt. Seine Bühnenpräsenz ist überragend, Kondition, Ausdauer, Intensität und sängerische Perfektion sind nahezu unfassbar, denn er hat während der gesamten Aufführungsdauer kaum eine Pause. Oft wird ihm in dem kammerspielartigen Künstlerdrama nur das Klavier zur Seite gestellt, das im blendend aufgelegten Staatsorchester Stuttgart unter der schönheitstrunkenen Leitung von Kirill Karabits neben den markanten Bläsern, dem üppigen Schlagwerk, den Glocken und der Harfe eine Art Leitinstrument ist. Einen besseren Gegenspieler als den Bariton Georg Nigl könnte Matthias Klink nicht haben: handfest, lebensnah, komisch und extrem wandlungsfähig.“ 

„Es geht um den Eros im Wort“ von Lotte Thaler
Stuttgarter Zeitung, 08.05.2017
Matthias Klink mit seinem Bariton-Pendant Georg Nigl singen und spielen mit höchstem Ausdruck und schon fast beängstigend facettenreich ihre Partien, als hätten sie jeweils nur diese Rolle und nur einen Bühnenlebenabend. Es gibt keinen Stillstand, keinen unmotivierten Gang und erst recht keine Pose. Sehr flexibel im Zeitmaß, dabei ungeheuer präzise, offeriert der Dirigent Kirill Karabits Ensemble, Staatsopernchor und dem höchst transparenten Staatsorchester dabei unentwegt alle Möglichkeiten. Analog entwickelt die Bühnenbildnerin Katharina Schlipf ein eigenständiges Zeichensystem, das sich nicht nur im Zitat erschöpft.“

„In Aschenbachs Kopf“ von Mirko Weber
Badische Zeitung, 11.05.2017
„Mit viel Liebe zum Detail und großer Körperlichkeit erzählt der Regisseur Demis Volpi von den Irrungen und Wirrungen des zwischen Depression und Ekstase schwankenden Schriftstellers und feiert das Leben, anstatt den Tod Aschenbachs zu betrauern. Der Dirigent Kirill Karabits und das Staatsorchester Stuttgart sorgen im Orchestergraben mit ihrer präzisen Interpretation von Brittens häufig kühler, aber auch gleißender Musik für die gleiche Energie und Klarheit.“

Georg Nigl bewegt sich in seinen sieben Rollen auf Augenhöhe mit dem überragenden Matthias Klink. Auch das Groteske beherrscht er als „Ältlicher Gecke“ oder „Coiffeur des Hauses“ mit Leichtigkeit, wenn er sich im Falsett aufplustert und schön schmierig Aschenbach auf die Pelle rückt.“

„Depression und Ekstase“ von Georg Rudiger
Esslinger Zeitung, 09.05.2017
„Gezielt lässt Brittens Partitur Deutung und Bebilderung vieler Szenen weit offen. Genau das nutzt Demis Volpi für eine hochmusikalische, detailverliebte, von vielerlei Symbolen durchzogene und vor allem spannende Inszenierung.“

„[Der Chor agiert] großartig, ebenso die Sänger und Tänzer in den vielen kleinen und kleinsten Solorollen, die Kinder von der John Cranko Schule.“

Matthias Klink absolviert die Tour de force der Rolle mit müheloser Stimmkraft, ohne jegliche Einbußen – seine englische Diktion ist beispielhaft, vom lyrischen Piano über die raue Anklage bis zum Sprechgesang stehen ihm alle Nuancen zur Verfügung. Er tanzt mit Apollon und den Kindern, hüpft von Buch zu Buch, krümmt sich oder triumphiert. Der Sängerschauspieler dürfte die Rolle seines Lebens gefunden haben.“

„Im Kopf des Schriftstellers“ von Angela Reinhardt
Mannheimer Morgen, 09.05.2017
„Ein großer Abend für Stuttgart.“

„Die Lieblinge der Götter“ von Ralf-Carl Langhals
Südwest Presse, 09.05.2017
Matthias Klink [singt und spielt] den Aschenbach grandios: sehr menschlich angreifend, mit kraftvollem Charaktertenor wie mit heftig darstellerischer Hingabe."

„[Den] berauschenden Gott [Dionysos] verkörpert der Bariton Georg Nigl furios, wie eine ganze Reihe von Figuren, vom Reisenden, dem Gondoliere, dem Hotelmanager bis eben zu jenem Gott der Ekstase, der zunächst Apollon übertrumpft und ihm danach die Goldfarbe abschminkt.“

„Spiel mir die Oper vom Tod“ von Jürgen Kanold
Faust Kultur, 09.05.2017
„Musikalisch ist die Stuttgarter Aufführung, dirigiert von Kirill Karabits, zumindest ebenso ein Leckerbissen wie inszenatorisch.“

„Apollo oder Dionysos“ von Thomas Rothschild
Online Merker, 09.05.2017
„Ein rauschender ungetrübter Erfolg, für Matthias Klink gar ein mit Haus erschütternden Ovationen gefeierter Triumph!"

„Es ist schwer zu sagen, was an [Matthias Klink] mehr bewundert werden soll: die jegliches Fachgrenzen-Denken widerlegende Stimme mit hellem Tenorkern, die sich allen geforderten Nuancen von tragender Kraft, anklingenden Lyrismen, selbstreflektierendem Sprechgesang in den monologischen Rezitativen bis zu fast tonlosen Phrasen spielerisch anverwandelt; der expressive Überbau, den er über den gesamten literarisch anspruchsvollen und im englischen Original vorgetragenen Text zu spannen vermag- oder die manchmal beängstigende Intensität, mit der er sich dem innerlich zerrissenen und immer mehr treiben lassenden Schriftsteller auch in körperlichen Belangen hingibt. In kurzen Momenten der versuchten Kommunikation mit Tadzio zeigt er obendrein sogar noch gute tänzerische Ansätze.“

„Aschenbachs Gegenspieler ist in Gestalt von Georg Nigl […] ein mephistophelischer Verführer, der mit seiner körperlichen Präsenz und dem Ausdrucksreichtum seines Baritons von donnerndem Forte bis zum Einsatz einer androgynen Kopf- und Fistelstimme meist mir nur geringfügigen äußeren Veränderungen als mysteriöser (Todes)-Gondoliere, knallharter Hotelmanager, mit Sarkasmus zur Verjüngung ratender Friseur und ordinärer Anführer der Straßensänger die Komplexität dieser schillernden Figur mit Macht spüren lässt.“

„Im umfangreich geforderten, bis in die kleinste Rolle prägnant gezeichneten Ensemble soll Ronan Collett  hervorgehoben werden, weil er die Schilderung des Reisebüro-Angestellten von der sich ausbreitenden Epidemie mit Bedeutung und feinfühliger Vokalität zu einer bewegenden Szene werden lässt. Ein Pauschallob gilt: Daniel Kluge (Hotelportier), Dominic Große (Kellner) in Uniformen, Lauryna Bendziunaite und Kai Kluge als herrlich italienische Serenaden verfremdende Straßensänger im Commedia dell’arte Gewand, Idunnu Münch (Bettlerin), Catriona Smith (Spitzenverkäuferin) sowie allen weiteren Beteiligten.“

„Nicht zu unterschätzen ist der Einsatz des Staatsopernchores (Einstudierung: Christoph Heil), der neben der szenischen Aufwertung  sehr differenzierte Beiträge von Hintergrundstimmen bis zum wilden Dionysos-Gefolge mit viel Genauigkeit und klanglich reichhaltigen Schattierungen erfüllt.“ 

„Phantastische Reise ins Innere“von Udo Klebes
Neue Zürcher Zeitung, 10.05.2017
„Wie Matthias Klink diesen Menschen [Gustav von Aschenbach] zeichnet, das ist große Bühnenkunst. Gemeinsam mit Georg Nigl als Aschenbachs Gegenspieler – eine Mephisto-Figur in sieben verschiedenen Erscheinungen – bildet er ein überragendes, am Ende stürmisch umjubeltes Duo.“
 
„Wie viel Eros ist erlaubt?“ von Marco Frei
Reutlinger Generalanzeiger, 09.05.2017
"Eine Wucht sind die Auftritte der Tänzer. Für sie findet Demis Volpi ein stimmiges Bewegungsvokabular: ausgelassen und biegsam die Jungs am Strand in ihren knappen Badehosen, allesamt Schüler der hauseigenen John Cranko Schule. David Moore, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, tanzt als lebendig gewordene Apollon-Statue ganzköpervergoldet mit Kraft und Grazie und friert immer wieder prägnant in klassischen Skulpturenposen ein. Jake Arditti leiht ihm aus dem Off rein und entrückt seine Countertenorstimme. Umwerfend witzig die polnische Familie, die Volpi hereinschweben lässt wie ein Gruppenfoto auf dem Laufband. Und in der Tat nun wirklich berückend die Anmut des Cranko Schulen-Tänzers Gabriel Figueredo als Tadzio.“

„Jugendfrisch lockt der Untergang“ von Armin Knauer
Badische Neueste Nachrichten, 09.05.2017
„[Matthias Klink] zeichnet die Gedankengänge Aschenbachs mit akribischer Tonintensität nach und ist zu ekstatischen Aufschwüngen fähig, dabei von nie nachlassender darstellerischer Eloquenz.“

Georg Nigl spielt die vielgestaltige Mephistofigur des Dionysos, der er mit seinem dunklen, weich gerundetem Bariton immer neue Gesichter verleiht, als schmierigen Kapuzenmann. Stimmlich Konkurrenz macht ihm Ronan Colletts kraftstrotzender Reisebüroangestellter.“

„Ironischer Schlenker in Venedig“ von Nikolaus Schmidt
Ludwigsburger Kreiszeitung, 09.05.2017
„Wie Kirill Karabits mit dem Staatsorchester Brittens filigrane, an entscheidenden Stellen sich zu großem Pathos steigernde Partitur realisiert, und wie Matthias Klink das ungeheure Drama der Leidenschaften in der Figur Aschenbachs spiegelt, ergibt einen höchst beeindruckenden Opernabend.“

„Zwischen Vernunft und Eros“ von Dietholf Zerweck
KURZFILM ZUR PREMIERE 2016/17

KURZFILM ZUR PREMIERE 2016/17


© Kurzfilm: Tobias Dusche, 2016/17
HANDLUNG

HANDLUNG

1. AKT

Der erfolgreiche Schriftsteller Gustav von Aschenbach ist am Ende. Seine auf Disziplin und Selbstbeherrschung beruhende Arbeitsweise hat ihn in eine Sackgasse geführt.

Vom Anblick eines fremden Reisenden fühlt er sich ermuntert, nach Venedig zu reisen. Statt wie gewohnt einen Arbeitssommer in den Bergen zu verbringen, will er sich im warmen Süden erholen.

Auf dem Schiff nach Venedig ist Aschenbach schockiert vom ordinären Benehmen eines ältlichen Gecks und anderer Passagiere.

Ein Gondoliere rudert den Schriftsteller gegen dessen ausdrücklichen Wunsch an seinen Zielort, das Seebad Lido.

Unter Ehrenbezeugungen führt der Hotelmanager Aschenbach in sein Zimmer und preist die schöne Aussicht.

Unter den Hotelgästen fällt Aschenbach der polnische Junge Tadzio auf.
Er ist überwältigt von dessen Schönheit.

Bei einem Ausflug in die Altstadt fühlt Aschenbach sich von verschiedenen Händlern und Dienstleistern bedrängt. Der Scirocco verursacht ihm Übelkeit. Er beschließt seinen Aufenthalt abzubrechen.

Die Abreise misslingt aufgrund seines falsch adressierten Gepäcks.
Innerlich jubiliert Aschenbach vor Glück, Tadzio nicht aus den Augen verlieren zu müssen.

Aschenbach verbringt seine Tage am Strand mit der Beobachtung Tadzios.
Er empfindet das Ebenmass seines Körpers als Inspiration für seine Arbeit. Den Jungen anzusprechen vermag er nicht. In Tagträumen phantasiert er die "Spiele des Apollon", in denen Tadzio in allen Disziplinen als Sieger hervortritt. Endlich gesteht sich der Dichter ein, dass er den Jungen liebt.

2. AKT

Aschenbach ringt mit der Erkenntnis seiner Liebe.

Zunehmend widmet er sich seinem äußeren Erscheinungsbild und dem Wunsch, jünger zu wirken.

Aus verschiedenen Richtungen dringen Gerüchte zu Aschenbach über eine gefährliche Seuche, die in Venedig grassieren soll.

Aschenbach stellt Tadzio und seiner Familie bei deren Stadtspaziergängen nach.

Der Auftritt dreier vulgärer Schausteller stößt Aschenbach ab. Er fühlt sich einzig Tadzio verbunden, der sich ebenfalls nicht zu amüsieren scheint.

Die Gerüchte werden zur Gewissheit: in Venedig wütet die Cholera.
Aschenbach gelingt es nicht, Tadzios Mutter zu warnen. In der Phantasie sieht er sich und Tadzio als einzige Überlebende der Katastrophe.

In einem Traum erlebt Aschenbach wie Apollon, der Gott von Form und Mass, Dionysos, dem Gott des Rausches, unterliegt.

Die Hotelangestellten bereiten die Abreise der verbliebenen Gäste vor.
Am menschenleeren Strand beobachtet Aschenbach Tadzio und andere Knaben noch einmal beim Spiel. Diesmal wird Tadzio niedergerungen und gedemütigt. Aschenbach will ihm zu Hilfe eilen, aber ihm fehlen die Kräfte. Er stirbt an der Seuche, während der einsam aufs Meer zuschreitende Tadzio ihm zuwinkt.